Sonntag, 26. August 2012

Besuch im Bundesverwaltungsgericht

Blick auf den Haupteingang


Am Samstag öffnete das Bundesverwaltungsgericht für Besucher seine Türen. Auf dem Programm standen neben Führungen durchs Gebäude auch eine Reihe von Filmvorführungen (zB: Sanierung des BVerwG; Der Justizpalast-eine historische Zeitreise) und Vorträge zur Richterarbeit im BVerwG.


Kuppelhalle (Große Halle)


Freundlicher Empfang: In der Eingangshalle wurde man von Mitarbeitern des Gerichts begrüßt und erhielt Informationsmaterial.

Bereits der erste Blick ins Gebäude ist beeindruckend:
Die Kuppelhalle erreicht im Inneren eine Höhe von 23,5 m, eine Breite von 23 m und außen eine Höhe von 64 m.

In der Großen Halle des ehemaligen Reichsgerichtsgebäudes findet man an den Wänden Darstellungen, die Symbole der rechtsprechenden Tätigkeit widerspiegeln. 

Zum Beispiel die Schwurhand, gekreuzte Schwerter, die Eule als Symbol der Weisheit und Athene die Göttin des Rates, der Klugheit und Schutzherrin des Staates und des Rechts.



Kuppelhalle


Blick in den Großen Sitzungssaal: Der Raum hat eine wandhohe Eichenholzvertäfelung, die im Zuge der Restaurierung für 0,7 Mio Euro wiederhergestellt wurde. Die Vergoldung ist keine Echtvergoldung, sondern eine Schlagmetalllegierung (Messing und Schellack).



Großer Sitzungssaal




An der Nordseite des Saals steht ein großer Richtertisch. Die Tische für die Parteien werden nur zu Verhandlungen aufgestellt. Der Saal wird auch für Vorträge und Konzerte genutzt.  

Infos unter: http://www.kunstundjustiz.bund.de/enid/9d8107eae079e302bd350c8a20f5aeab,0/Veranstaltungen/2_ss2_na.html

Die Buntglasfenster enthalten die 25 Wappen der Städte, die 1895 bei der Einweihung des Gerichts über ein Oberlandesgericht verfügten.


Wappen der Stadt Köln


Übersicht Wappen



Reichsadler

Die restaurierten Kronleuchter hängen wieder an ihrem ursprünglichen Platz:


Kronleuchter


Ehemaliger Festsaal: Er war weitesgehend zerstört. Für die Restauratoren war es eine Herausforderung den Saal originalgetreu wiederherzustellen. Die Kosten beliefen sich auf 2,8 Mio Euro. Teilweise gibt es im Saal eine Echtvergoldung.


Versammlungsaum


Das Deckenbild und die Wandbilder stammen von Max Koch. Diese wurden ebenfalls aufwendig restauriert.



Deckenbild: "Einzug Apolls mit der Musen bei der Justiz"


Geschichte des Gerichts:


  • erbaut wurde das Reichsgericht 1895
  • Mai 1952 zog das Museum der bildenden Künste ein
  • Mai 1992 wurde beschlossen, dass das BVerwG nach Leipzig zieht
  • August 2002 zog das BVerwG ein (Gesamtbaukosten: 65,5 Mio Euro)

Bei wem nun Interesse geweckt wurde sich das Bundesverwaltungsgericht einmal selbst anzusehen, muss nicht bis zum nächsten Tag der offenen Tür warten.
Der historische Plenarsaal, die Kuppelhalle und die Ausstellung übers Reichsgerichtsgebäude können Wochentags von 8-16 Uhr kostenfrei besichtigt werden. Führungen durchs gesamte Gebäude können über den Besucherdienst gebucht werden.

Infos unter: http://bundesverwaltungsgericht.de/enid/74b8e03e707990b6987d29eb99efa1d3,0/Besuchen_Sie_uns_/Besichtigung_des_BVerwG_d2.html

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