Samstag, 11. Juli 2015

Gastartikel: Meine Detox Kur - Natürlich Körper und Seele entgiften

Als ich gehört habe, dass Stefanie und Markus eine Detox Kur planen, war ich total neugierig und wollte alles ganz genau wissen und fragte, ob Steffi Lust hätte einen Gastbeitrag für Namida Magazin zu schreiben. Ich hatte Glück und hier kommt ihr ehrlicher Erfahrungsbericht über die Höhen und Tiefen ihrer ersten Detox Kur.





Stefanie stellt sich vor:
 
Ich heiße Stefanie und bin 29 Jahre alt. Meine große Leidenschaft ist der Sport. Ich bin Leistungssportlerin, arbeite aber auch in meinem Beruf als Versicherungskauffrau. Bis zu dieser Kur dachte ich eigentlich eine gesunde abwechslungsreiche Ernährung zu führen, aber wie ihr in meinem folgendem Bericht lesen werdet, machen wir kleine, aber grundlegende Fehler in unserer alltäglichen Ernährung.


Warum Detox?

Fangen wir am besten ganz von vorne an: Ich kam auf diese Detox- Kur, weil ich immer wieder von heftigen Bauchkrämpfen und Blähungen aufgesucht worden bin. Anfang des Jahres ging es mir so schlecht, dass ich mit meinem Freund beschloss in einen Detox- Urlaub zu fahren. 


Die ersten Vorbereitungen: 

Wir fanden schnell ein Hotel an der Küste das eine Kur unter ärztlicher Aufsicht anbot und entschieden uns für einen einwöchigen Aufenthalt – mehr gab unser Budget auch nicht her :) Als wir unsere Reiseunterlagen bekamen, ahnten wir noch nicht was auf uns zukam. Eine Woche vor dem Urlaub mussten wir bereits selbstständig anfangen auf einige Lebensmittel zu verzichten bzw. unsere Gewohnheiten umzustellen.

Dazu zählten:
  • Weder Kaffee noch Alkohol trinken
  • Am Abend nur kleine Portionen essen
  • Etwas stressfreier und langsamer leben
  • Abends früher ins Bett gehen

Aller Anfang ist schwer - sehr schwer ohne Kaffee

Tja, das waren unsere Vorgaben. Geschafft haben wir aber ehrlich gesagt nur den Verzicht auf Kaffee und Alkohol. Allerdings könnt ihr euch nicht vorstellen, wie qualvoll es für mich war, keinen Kaffee zu trinken. Morgens gehe ich immer zuerst zur Kaffeemaschine. Ich stand also auch an diesem Tag davor und es traf mich wie ein Blitz: Ab heute keinen Kaffee! *ohmeingott* Da fing meine Woche ja schon mal toll an. Müde und leicht mürrisch begann ich meinen Tag mit einem Tee. Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, war das nicht gerade sehr befriedigend. 

Am Nachmittag ging es weiter: Gegen 15 Uhr trinke ich gern einen Kaffee auf Arbeit. Meine innere Uhr verlangt regelrecht danach. Da wir bereits ahnten, dass wir nur diesen einen Punkt in unserem Alltag vorerst integrieren können, zwangen wir uns auf den Kaffee zu verzichten. Also gab es wieder Tee und das war am Nachmittag genauso unbefriedigend wie am Morgen.

Unsere Arbeitstage waren sehr stressig und vollgepackt, daher schafften wir es auch erst abends etwas zu essen. Zwar waren es „nur“ Obst und Salate, aber nicht wie empfohlen kleine Portionen. Verbesserungen spürten wir in unserer Vorbereitungswoche noch nicht. Ich hatte noch immer Magenbeschwerden, wie Völlegefühle, Magenkrämpfe und Blähungen. Alles war noch da. Wie immer. 


Sonntag: Die Kur beginnt

Aus Angst abends im Hotel nichts mehr zu essen zu bekommen, aßen wir noch einmal richtig viel und gut zu Mittag. Nach unserer Henkersmahlzeit „Auberginen – Risotto“ fuhren wir los. Im Hotel wurden wir freundlich empfangen und vereinbarten sogleich unsere ersten Termine für Anwendungen etc. Direkt am Montag hatten wir um 8 Uhr unsere Eingangsuntersuchung bei der Ärztin und danach eine Detox - Anwendung und eine Lymphdrainage.
Anschließend durften wir sogar noch zum Abendessen gehen, was uns sehr erstaunt und gefreut hat. Bei dieser Gelegenheit haben wir bereits die erste Anleitung für unsere Mayr Kur bekommen.

  • 30 Minuten vor, während und nach dem Essen nichts trinken
  • Jeden Bissen 30-40 mal kauen
  • Kleine Portionen

Den ersten Punkt hatten wir schon unterschlagen,  da wir kurz vorher einen Tee getrunken hatten. Wie angekündigt war das Essen dann wirklich sehr wenig aber auch sehr genussvoll. Jeodch alles 40 Mal zu kauen war eine befremdliche Erfahrung, da man wirklich nur noch Brei im Mund hat. Was auch der Sinn der Sache sein soll. Wir sind dieser Anweisung gefolgt und haben für ein kleines Stück Lachs mit einem Hauch Gemüse fast 40 Min gebraucht. Danach war Schluss mit Essen - es gab nichts mehr. Später am Abend hatten wir zwar keinen Hunger mehr, aber eine unglaubliche Lust auf Nüsse, Obst oder Kekse Und das sollte erst der Anfang sein. Wir gingen früh ins Bett um den Gelüsten zu entfliehen.


Frühstück

  
Montag - 1. Kurtag

Morgens gab es um 7 Uhr Frühstück ganz im Sinne der FX Mayr Kur: Ein altbackenes Buchweizenbrötchen, welches in ganz viele kleine Stücke geschnitten wurde, einen Avocado-Aufstrich, eine Sorte Aufschnitt (Roastbeef) und eine Schale Sojajoghurt. Et voilá. Das war alles.

Sogleich bekamen wir die Anleitung für das richtige Frühstücken während der Kur:

  • 30 - 40 Mal kauen
  • nach dem Kauen einen Teelöffel Joghurt in den Mund nehmen und alles gut vermischen und dann erst runterschlucken.

Puh, das war anstrengend!

Aber auch das hatten wir nach geschlagenen 40 Min geschafft. Unglaublich. Endlich fing unsere Kur an. Hochmotiviert gingen wir zur Eingangsuntersuchung. Man wurde vermessen, gewogen, abgetastet, angeschaut und ein ausführliches Gespräch mit der Ärztin geführt.

Fazit: Wir machen im Alltag vieles falsch, erfreuen uns aber trotzdem bester Gesundheit. Dass unser Bauch aber zu hart und zu aufgebläht ist, sah die Ärztin auch sofort.
Sie verordnete uns die F.X Mayr Kur 3/1 – also sind wir ein glücklicher Fall, da wir Frühstück, Mittag (Trennkost) und ein Abendbrot (ohne Kohlenhydrate) bekommen. Wir freuten uns sehr, aber nur weil wir nicht wussten, was das eigentlich zu bedeuten hatte.

Anschließend wurden unsere häufigsten Fehler im Alltag mit der Ärztin besprochen. Diese waren:

  • Abends Rohkost und zu viel (egal ob Obst oder Gemüse)
  • zu viel blähende Lebensmittel (Lauch/Zwiebeln/Knoblauch/Hülsenfrüchte)
  • Tomaten und Paprika mit Schale gegessen
  • Zuviel Kaffee
  • Abends Kohlenhydrate
  • Zu spät Abendbrot gegessen
  • Zwischenmahlzeiten
  • Zu viel Fleisch und Fisch

Zudem kam noch hinzu, dass wir für diese Kur Bittersalz bekamen. Dies sollten wir morgens 1 Std vorm Frühstücken trinken und dazu Entgiftungspillen, die wir immer 30 Minuten vor jeder Mahlzeit einnehmen sollten. Ebenfalls sollten wir beide abends ein Glas Basenpulver nach dem Zähneputzen trinken, um den Basenhaushalt im Körper wieder herzustellen.

Mit so vielen Informationen und rauchenden Köpfen endete auch schon der erste Tag. Das leidige kauen beim Essen hatte uns den Hunger genommen, sodass wir der Montag recht schnell vorbei ging und wir uns abends im Spa- Bereich eine kleine Erholungsphase gönnten.


Dienstag - Auf Kriegsfuß mit dem Schoko-süchtigen Schweinehund

Die Nacht war durchwachsen. Müde und hungrig waren wir bereits um 6:30 Uhr wach, um unser Bittersalz zu schlucken. Das hatten wir bereits am Abend zuvor mit ein bisschen Wasser aufgelöst und mussten nun nur noch aufgekochtes Wasser hinzugeben. Ekelhaft. Und das so früh morgens - egal runter mit dem Zeug. Eine halbe Stunde später nahmen wir unsere Detoxpillen. Das ist eine Art Giftstoffauffänger, das die freigesetzten Giftstoffe durch das Bittersalz binden soll.

Endlich Frühstück! Leider müssen wir die gleiche Kombination wie am Tag zuvor nehmen. Bei der Mayr Kur darf man erst ab dem 3 Tag etwas am Frühstück ändern. Hätte uns das mal jemand gestern Morgen gesagt! Naja gut – ich kaute mein Avocado Roastbeef Brötchen komplett auf. Langsam bekam ich echt Hunger. Kein Kaffee, kein Salz, kein Zucker - irgendwie fing es an zu nerven. Gut, dass ich eine weitere Detox- Bauchbehandlung bis zum Mittag hatte so verging die Zeit ein wenig.

12 Uhr – Pünktlich wie die Mauer fanden wir uns im Restaurant ein. In dem separierten Bereich für die F.X Mayr- Gäste durften wir ein weiteres Mal Platz nehmen. Damit wir nicht sehen, was die anderen Gäste für ein 4 Gänge Menü bekamen. :(
Naja immerhin bekamen wir ein Viertel Stück kleingeschnittene Möhre mit Kartoffelstücken und als Vorsuppe eine Petersiliensuppe. Richtig satt? Auf keinen Fall! Und dieses ewige Kauen, sogar die Suppe sollten wir gedacht 20-40 mal kauen bzw .einspeicheln. Ätzend!


Ein Hauch von Nichts - Unser Mittagessen


Nun gut, als wäre das Mittag nicht schon ernüchternd genug gewesen, überkam uns eine unbändige Lust auf Schokolade, Eis oder irgendetwas Süßem. Wäre das nicht schon schlimm genug, nein genau gegenüber unserem Zimmer war ein Edeka Supermarkt sowie eine Fisch- und Eisbude. Wir mussten anfangen gegen unseren Schweinehund zu kämpfen. Er war stark, sehr stark und so ging das tiefste Gejammer nach Schokolade, Obst oder irgendetwas mit ein wenig Zucker los. Eine echte Grenzerfahrung für uns beide.Der Gedanke an einen Snickers oder Pick up wa kaum auszuhalten. Oder wenigstens einen Apfel. Nicht einmal einen Kaffee oder Espresso sind erlaubt! Und es war gerade erst der 2. Tag.

Um den Gedanken zu entkommen, beschlossen wir kurzerhand einen Mittagsschlaf zu mahcen. 2 Std später, gegen 16 Uhr: Noch anderthalb Stunden bis zum Abendbrot. Durchs Schlafen sind die Gelüste leider nicht ansatzweise entflohen. Zudem belastete mich, dass bei mir die Entgiftung in Form von Stuhlgang nicht ansatzweise einsetzte und es bei meinem Freund in wahrsten Sinne des Wortes "gut lief". Frust machte sich bei mir breit. Gedanken wie: " Das ist so sinnlos." oder "Andere leben auch ohne Detoxkuren." oder "So ein bisschen Schokolade würde doch nicht ..." durchfluteten meinen Schädel. Ich zog schnell die Reißleine. Doch, es ist schlimm, aber so wollten wir es und jetzt wird es auch durchgezogen. Punkt. Ich ging runter in den Fitnessbereich, um mich abzulenken.

Durch das wenige Essen war ich so geschwächt, dass 30 Minuten auf dem  Laufband zur Qual wurden.  Aber gleich gab es Abendessen, also quälte ich meinen knurrenden Schweinehund erneut. Zurst bekam er kein Zucker in Form von Schokolade und nun durfte er sogar noch mit mir joggen

Endlich Abendessen. Ein kleines Stück Kalbsfilet auf gebratenen Gurken - ein Hauch von nichts. Zusätzlich bekamen wir jedes Mal auf uns und unser Essen speziell abgestimmtes Öl. Wir waren über jede Kalorie dankbar. Im Anschluss entspannten wir im Spa Bereich und ließen den Tag gemütlich ausklingen.


{Archiv-Foto} Binzer Strandpromenade


Mittwoch - Strandspaziergang

Der Mittwoch irgendwie ein ganzseltsamer Tag. Der Tag begann wie die anderen: Nach dem Aufstehen Bittersalz und Detoxpillen einnehmen und dann zum Frühstück. Uns schwirrte weiterhin Schokolade im Kopf herum, aber wir waren durch das Ankämpfen unserer Gelüste so geschwächt, dass wir nicht weiter darüber nachdachten. Zwischen unseren heissersehnten Mahlzeiten gingen wir am Strand von Binz spazieren und fanden tolle Steine und Felsformationen. Mit den Steinen bauchten wir kleine Türmchen. Wir fühlten sich befreit und hatten einfach nur Spaß.

Sollte diese Detoxkur etwa doch anschlagen?

Mittlerweile war ich endlich auf  der Toilette gewesen - ein befreiendes und zugleich beruhigendes Gefühl. Es klappt doch!  Der Gipfel schien erreicht zu sein. Bergfest!



Donnerstag - Ein himmlisches Frühstück

Zum Teufel, warum hatten wir auf einmal so ein Loch im Magen? Zum Glück gab es gleich Frühstück. Aber zuerst mussten wir ein weiteres Mal Geduld zeigen und durchhlten: Bittersalz und Detoxpillen runterschlucken. Kaum beim Frühstück angekommen, bekamen wir die freudige Botschaft: Wir dürfen unsere Frühstücksvariation ab heute täglich ändern. Natürlich nur im Rahmen der FX Mayr Frühstücks Auswahl. Ich schwenkte um auf Lachs und Oliventofu mit Ziegenjoghurt. Ein unbeschreiblicher Genuss unbeschreiblich. Herrgott segne dieses Frühstück! Zack aufgegessen - [Anm. d. Red.: Ohne 40 Mal zu kauen :)]

Voll zufrieden, freuten wir uns bereits auf unseren Kochkurs am Nachmittag, für den wir uns kostenlos anmelden konnten. Um 14:30 Uhr ging es los. Die Köchin erklärte zuerst, dass dieses Hotel ausschließlich mit Bio- Lebensmittel arbeite und einige Kniffe und Tricks bereithält, wenn es ums Thema Öl geht.

Hier eine Auswahl der Tipps:  (nicht nur über Öl)

  • Leinsamenöl muss immer in dunklen Flaschen und gekühlt verkauft werden, sonst leide die Qualität darunter. Viele behaupten, dass dieses Öl schlecht schmecken würde, wobei es bei falscher Lagerung einfach nur ranzig geworden ist.
  • Es ist sehr einfach ein Pesto selbst herzustellen.  Man nehme bspw. Basilikum, Öl, Pinienkerne, Salz und ein wenig Pfeffer, gebe dies in einen Mixer und fertig ist das Pesto. Beim Einlagern in Gläsern sollte das Pesto mit einer Schicht Öl abgedeckt werden, so wird es haltbarer.
  • Wenn man eine Avocadocreme gemacht hat, kann man einfach den Kern mit in die Masse legen. Schon oxidiert die leckere Creme langsamer und man hat länger etwas davon!
  • Beim Kochen sollte man lieber Reismilch als Sojamilch verwenden, da diese Flocken bilden kann.


    Leckere Suppe - Mehr davon!


Nun ging es los: Sie zeigte uns wie man eine richtige Avocadocreme zubereitet, wie man eine Maronensuppe kocht und wie man ein Süßkartoffel Spargel Gericht zaubert. Hmmm Lecker!

Natürlich durften alle Teilnehmer in Absprache mit der Ärztin ihre Gerichte probieren. Wir beließen es aber bei der Verkostung der Suppe. Wir wollten stark bleiben. Keine Zwischenmahlzeiten! Und in 2 Stunden gab es bereits Abendessen. :) AlleRezepte schrieben wir uns auf, wir wollen sie unbedingt zu Hause nachkochen.

Der Abend rückte näher und mir ging es immer schlechter Was war los? lag es womöglich an der Zwischenmahlzeit (Maronensuppe)? War es der fehlende Mittagsschlaf? Hab ich zu wenig getrunken?! Die ersten heftigen Anzeichen der Entgiftung kamen bei mir auf. Meine Oberschenkel taten weh und die Gelenke schmerzten. Um meinem Körper ein wenig Erholung zu verschaffen, wollten wir den Spa Bereich noch einmal nutzen. Nach der ersten Runde im Whirlpool stellte mein Freund fest, dass meine Stirn ganz heiß war und so fühlte ich mich auch Erschlagen! Schlapp! Schwindelgefühl! Als hätte man von jetzt auf gleich ein heftigen Grippeschub. Gut, dass wir morgen die Abschlussuntersuchung bei der Ärztin haben, dachte ich. Wir gingen ins Bett, tanken aber vorher noch unser Basenpulver.


Frühstück nach der F.X. Mayr Kur


Freitag - Abschlussuntersuchung

6.30 Uhr: Der Wecker klingelte und mir ging es zum Glück wieder besser. Bittersalz und Detoxpillen einnehmen, anschließend Frühstück. Und war es soweit: Die Abschlussuntersuchung
Mit 100 Fragen im Gepäck erwarteten wir die Untersuchung. Wir durften beide gemeinsam in den Untersuchungsraum. Bei mir stellte sie gleich fest, dass mein Bauch viel weicher und schmerzfreier war als noch vor 5 Tagen. Ich hatte 1,5 kg abgenommen, aber der Fettanteil hatte sich nicht verändert. Mein Zwergfell hatte wieder seine normale Lage eingenommen und meine Zunge wieß einen viel besseren Zustand als zu Beginn der Kur auf. Wahnsinn. Ich freute mich.  Bei meinem Freund lief es sogar noch besser. Sein Körperzustand hatte sich schlagartig verbessert.
Auch meinen „Krankheitsanfall“ von gestern Abend war eine völlig normale und zu erwartende Reaktion meines Körpers auf die Kur, wie die Ärztin erklärte. Dieses Auf und Ab könne in den ersten 12 Tagen immer mal wieder aufkommen. Beruhigend zu wissen. Dies erklärte Sie so: Wir sind noch sehr jung für die FX Mayr Kur und da wir es eisern durchgezogen haben, konnten wir bereits nach 5 Tagen! solche Erfolge sehen. Wir strahlten über beide Ohren: Das Quälen hatte bereits jetzt Früchte getragen. :)


Eine Woche reicht da nicht aus! Wie sollen sich die beiden die nächste 6 Wochen ernähren?

Aber STOPP Gleich nachdem Sie erwähnte, dass 5 Tage keine richtige Kur seien, erläuterte Sie uns, wie wir die nächsten SECHS Wochen weiter fortfahren müssen. Wie jetzt? 6 weitere Wochen? Machte sie einen Scherz mit uns. Unsere Mundwinkel bogen sich nach unten. Es war doch schon alles geplant:

Wir wollten doch gleich zu Edeka und Schokolade für Sonntag kaufen. Ich wollte doch Sonntag ein riesen Becher Eis in der Einkaufspassage essen und dazu ein Espresso trinke und jetzt sollte das alles noch 6 Wochen so weiter gehen wie bisher. Ohne Zweifel: Unser Todesurteil!

Sie fing bereits an zu erklären während meine Gedanken noch der Schokolade am Sonntag nachhingen. Sie zählte eine ellenlange Liste mit Dingen auf, die man zu Hause zu beachten und umzusetzten hätte. Ich hörte nur Trennkost, wenig essen am Abend, auf Kohlenhydrate verzichten, keine Süßigkeiten, Kauen Kauen Kauen. "Tu dies nicht, mach das nicht." Diese 4 Seiten lange Liste bekamen wir für zu Hause mit. Sie soll uns die nächsten Wochen unterstützen.

Kaum auszuhalten alleine darüber nachzudenken, wie man solch eine Kur in den Alltag integrieren kann. Gut, dass wir beide noch eine Woche Urlaub hatten!

Mein Freund nutzte die Gunst der Stunde und fing an zu feilschen. :) 6 lange Wochen keine Süßigkeiten, kein Kuchen, kein Kaffee? Er würde verrückt werden und ich erst recht.





Ein wenig Freiraum gab es dann doch - sehr zur Freude der beiden
Sie genehmigte uns ein wenig Freiraum. Zum Glück! Von unseren Herzen fiel ein großer Stein herunter.. Wir durften nun gaaaanz wenig dunkle Schokolade oder was Süßes direkt nach dem Mittagessen, wenn dieses bereits Kohlenhydrate hatte, naschen. :) Bei Trennkost auf keinen Fall und abends sowieso nicht. Ebenfalls dürfen wir uns 1-2 mal die Woche einen Espresso genehmigen, wenn es nicht mehr auszuhalten sei. Aber: Keinen Kaffee und Keine Espressomischgetränke. Ohne Zucker versteht sich.

Gut gekämpft kleiner Tiger :)

Es ging in den Supermarkt. Jeder von uns durfte sich für den morgigen Tag bereits eine Süßigkeit aussuchen. Nur eine! Eine schwere Aufgabe. Nehme ich Pralinen, einen Schokoriegel oder doch lieber Kekse mit Schokolade? Wir irrten gefühlte Stunden wie ein hungriger Tiger durch die Süßwarenabteilung. Zum Schluss entschied ich mich für einen Snickers mit dunkler Schokolade und mein Freund für einen Pick up. Die Vorfreude stieg ins Unermessliche und wir gönnten uns bereits heute einen Espresso in der Sonne. Ein herrlicher Geschmack. Der Tag könnte nicht besser werden.


Samstag - Entdeckung "neuer" Lebensmittel

Und täglich grüßt das Murmeltier: 6:30 Uhr aufstehen, Bittersalz und Detoxpillen schlucken und zum Frühstück gehen. Ich wählte Käse, Kräuterquark und Schafsjoghurt. Alles sehr lecker! So könnte man sich dran gewöhnen. Auch mein Freund durfte seinen Joghurt durch Malzkaffee ersetzten, was ihm sichtlich gut tat. Gut gelaunt gingen wir ein wenig spazieren und entdeckten ein Reformhaus. Das war unsere Adresse für Gluten- und laktosefreie Ernährung. Wir suchten die Zutaten, die uns von der Köchin empfohlen wurden. Leinenöl, Bioprodukte, Kokosöl und Malzkaffee. Stundenlang hielten wir uns in dem Laden auf und haben tolle, für uns neuartige Lebensmittel entdeckt.

Das Mittagessen war die letzte Mahlzeit vor unserer Schokolade und sie musste unbedingt Kohlenhydrate haben. Das war nicht sehr schwer. Ich nahm ein Kartoffelgericht und mein Freund ein Reisgericht. 40 Mal jeden Bissen kauen. Kann das nicht ein bisschen schneller gehen? Ich will zu meiner Schokolade. Sofort!
Da wir nach dem Mittagessen zum Jagdschloss Granitz fahren wollten, haben wir bereits unsere Schoko-Riegel ins Auto gelegt, um sie dort direkt zu naschen. Im Eilspurt ging es runter in die Tiefgarage.Ab ins Auto.Ich packte mein Snickers aus und mein Freund seinen Pick up. Ich nahm mir vor maximal ein Drittel davon zu essen und mein Freund wollte die Hälfte seines Pick ups essen.

Der erste Bissen: Ein Traum! Ein Erlebnis! Eine Suchtbefriedigung! Oh, mein Gott kann so ein Snickers genial schmecken! Ich ließ ihn mir auf der Zunge zergehen. Ich soll ja auch alles 40 Mal kauen. Mindestens!

Im Auto herrschte einen Totenstille. Der Tag war richtig toll.


{Archiv} Jagdschloss Granitz


Das Fazit und die Frage "Schaffen wir das allein zu Hause?"

Wir waren ein wenig traurig, als die Zeit im Hotel vorbei ging. Das wenige, aber sehr hochwertige Essen hat uns genauso gut gefallen, wie der Spa-Bereich, die Tees und das Bekochen lassen durch die überaus sympathische Küchencrew. Es war sehr ruhig beim letzten Frühstück am Sonntag. Zum einen weil wir hungrig waren zum anderen kreisten unsere Gedanken bereits darum, wie wir das allein zu Hause bewältigen können. Wie schaffen wir es die Portionsgrößen richtig abzuschätzen, wann darf ich was essen, woher bekommen wir altbackene weizenfreie Brötchen. Fragen über Fragen.

Wir müssen auf so vieles Acht geben und der Alltag wird uns bald einholen. Werden wir in alte Muster verfallen?

Es folgt ein 2. Teil. Aber erst nach den sechs Wochen. :) Bleibt schön neugierig.

In der Zwischenzeit könnt ihr weitere Reiseberichte auf Namida Magazin lesen. Ab der nächsten Woche starte ich nun endlich mit meinen Kuba Reiseberichten. Aber auch das Archiv bietet interessanten Lesestoff für euch. Einmal mein Reisebericht Rügen und dann natürlich meine Buch Rezension zum Thema Green Detox.

Fotos: Stefanie G. bzw. eigenes Archivmaterial

Kommentare:

  1. So eine Detox Kur finde ich ganz toll. Ich faste im Moment und kann mir gut vorstellen, wie du dich fühlst. Tollger Gastbeitrag :))
    Liebe Grüße,
    Amira von www.amicoco.com

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar. Wie fastest du? Verzichtest du auf bestimmte Lebensmittel?

      Grüße Myriam

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  2. Interessanter Bericht

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  3. Ohje ich glaube so eine Kur wäre nichts für mich! Nicht wegen des Kaffees, ich trinke ja keinen, aber zum Beispiel wegen der Empfehlung am Abend nur kleine Portionen zu essen und früher ins Bett zu gehen. Da ich kein Frühstück esse und Mittags auch nicht viel, ist das Abendbrot praktisch meine wichtigeste Nahrungsquelle :) Und früher ins Bett, ich brauch jetzt schon Überstunden jeden Tag, um alles zu schaffen, was ich noch vorm Schlafen schaffen wollte. Trotzdem finde ich die Detox-Idee gut. Auch, dass Ihr so tapfer durchgehalten habt! Ich hätte wahrscheinlich schon beim Strandspaziergang in Binz geschwächelt :)

    Liebe Grüße
    Jana

    PS: Bin auf den 2. Teil gespannt!

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  4. Es ist krass zu sehen, wie der Körper reagiert, wenn irgendwas nicht stimmt. Für mich wären die fehlenden Zwischemahlzeiten nichts. Ich brauch regelmäßig Nahrung :-)

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