Donnerstag, 6. Oktober 2016

Goodbye Germany and Hello Ireland!*

Seit ich denken kann, habe ich Fernweh. Zwar bin ich in den letzten Jahren viel gereist, aber ich war nie länger als 2 Wochen in einem Land. Und das ist eindeutig zu kurz um Land und Leute näher kennenzulernen. Daher habe ich den Entschluss gefasst für 3 Monate nach Dublin zu gehen, um erstens meine Englisch Kenntnisse zu verbessern und zweitens ein Praktikum in einer irischen Firma zu absolvieren.

Trinity College in Dublin



Im August bin ich 29 Jahre alt geworden, damit bin ich zwar noch lange nicht alt, aber ich habe ein Alter erreicht, wo man im besten Fall schon ein bisschen Geld sparen konnte, um seine Träume verwirklichen zu können. Außerdem bin ich der Meinung, dass man nicht ständig denken sollte, dass man alles auf später verschieben kann. Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo man es sowieso nicht mehr macht.

Also entschloss ich mich nach einer langen "Depri-Phase" mehr oder weniger Hals über Kopf für einen drei monatigen Aufenthalt in Dublin. Da mein Entschluss sehr kurzfristig gefallen ist und ich trotzdem noch weiter arbeiten musste, habe ich den einfachsten Weg gewählt und eine Agentur beauftragt. Die Agentur wählte die Sprachschule aus und suchte sowohl einen Praktikumsplatz als auch eine Gastfamilie für mich. Ich wartete noch die Bestätigung meiner Agentur, dass sie mir einen Praktikumsplatz garantieren, ab und reichte anschließend Anfang August meine Kündigung ein.




Danach wurde meine to do-Liste täglich länger. Ich musste mich arbeitssuchend melden und ALG I beantragen. Außerdem meldete ich mich in Leipzig für 1,5 Monate in einer Sprachschule an, um schon einmal mein Englisch ein bisschen aufzufrischen.

Als nächstes musste ich meinen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben in englischer Sprache verfassen. Die Unterlagen mailte ich zu meiner Agentur und diese suchten für mich nach geeigneten Unternehmen. Ich erhielt sehr schnell die Rückmeldung, dass sich drei Unternehmen für mich interessieren würden.

Zwei von ihnen würden nicht einmal ein job interview wollen, sondern mich einfach so nehmen. Daher musste ich nur mit einem Unternehmen ein job interview führen. Zuerst freute ich mich über die schnellen Zusagen, doch dann dachte ich, wie für eine Betriebswirtin wahrscheinlich üblich, wenn die Nachfrage so hoch ist, war bestimmt der Preis zu niedrig. ;-) Gemeint ist damit, dass ich unsicher war, ob ich "nur" ein internship machen sollte. Internship bedeutet nämlich, dass man kein Geld bekommt. Aber mir war in erster Linie wichtig, dass ich schnell einen Platz bekomme und dass ich keinen Aufwand mit der Suche habe. Ich weiß nicht, ob ich nicht doch selbst ein bezahltes Praktikum für zwei Monate gefunden hätte. Andererseits: Wer stellt schon einen Mitarbeiter nur für zwei Monate ein? Wären nicht sechs Monate viel besser? Und erschwerend kommt noch hinzu, dass mein Englisch "not the yellow from the egg" ist. Und das wurde auch noch mal von dem dritten Unternehmen, welches ein job interview wollte, bestätigt. Denn diese entschieden sich nach dem Telefonat gegen mich, weil mein English zu schlecht war bzw. ich die Frau am Telefon mit ihrem starken Akzent nicht gut verstehen konnte. Seis drum. Ich habe einfach das 2. Unternehmen von der Liste genommen.


St. Stephen´s Green Park in Dublin

Sicherlich war ich mir zu jeder Zeit bewusst, dass ich ein großes Risiko eingehe, wenn ich meinen sicheren, gutbezahlten und auch noch unbefristeten Job einfach so kündige. Aber was hielt mich noch in diesem Job? Die Arbeit machte mir seit Jahren keinen Spaß mehr und ohne in eine andere Niederlassung oder zum Hauptsitz nach München zu wechseln, hätte ich auch mit Bachelor keinen "besseren" Job bekommen.

Relativ schnell verflogen wieder meine Bedenken und ich stürzte mich weiter in die Vorbereitungen für Dublin. Nachdem ich meine Praktikumszusage erhalten hatte, dauerte es nur wenige Stunden und die Agentur hatte auch eine Gastfamilie für mich gefunden. Daraufhin schrieb ich der Familie eine kurze E-Mail in der ich mich vorstellte und fragte, was ich mitbringen müsse. 

Sharon, die Gastmutter, schrieb nur, dass ich warme und wasserdichte Kleidung für den irischen Herbst und Winter einpacken sollte. Sind die Temperaturen im September noch so um die 14-18°C, fallen sie gegen Ende des Herbsts auf 10°C herab. Im Winter liegen die Temperaturen meistens so um die 4-6°C. Im Januar und Februar kann die Temperatur auch schon einmal unter 0°C fallen. Ab und zu schneit es sogar - aber das ist eher selten.

Neben der warmen Kleidung habe ich auch jede Menge Business-Outfits eingepackt, da in meinem Unternehmen Jeans und Sneakers nicht erlaubt sind.

Außerdem musste ich mir darüber Gedanken machen welchen Laptop und welche Kamera ich einpacken sollte. Ich habe zu Hause in Leipzig zwei Geräte einen "großen" Laptop und ein kleines Netbook von ASUS. Eigentlich wollte ich das kleine Netbook einpacken, da es weniger als mein schweres Notebook wiegt, aber ich habe mich noch einmal um entschieden. Auf dem großen Laptop habe mehr Programme, die ich zum Bloggen benötige und ich kann auch mal abends einen Film gucken. Außerdem will ich hier in Dublin fleißig Bewerbungen schreiben und da ist es entspannter, wenn man eine große Tastatur zum Schreiben hat. Wer mit dem Laptop außerdem noch zocken möchte, muss auf die Leistung achten und wer ein kleines Netbook für die Handtasche mitnehmen möchte, sollte sich über die Akku Laufzeit informieren, denn das Aufladen unterwegs gestaltet sich häufig schwieriger als man denkt. Wer Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Laptops bzw. Netbooks benötigt, wird auf der Seite von Netzsieger fündig. Das Unternehmen vergleicht nämlich diverse Laptops und erklärt auch noch für Laien verständlich für wen sich welches Gerät am besten eignet.
Ungefähr für die nächsten drei Monate werden hier auf meinem Blog viele Reiseberichte über Dublin und Irland folgen. Ihr dürft also gespannt sein. Am Wochenende gehts direkt nach Nordirland (UK) zum Giant´s Causeway und nächste Woche besuche ich das Guinness Store House

* Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Netzsieger.de entstanden.


Kommentare:

  1. Hallo liebe Myriam,

    was für ein toller Post! Ich finde es total mutig, dass du den Entschluss gefasst hast und wünsche dir alles Gute auf deiner "Reise". Ich finde, dass du die Entscheidung absolut aus den richtigen Gründen getroffen hast, soweit ich das beurteilen kann. Sprachkenntnisse erwerben, Praxiserfahrungen sammeln, sich in einem Land beweisen - super! Nicht nur für den Lebenslauf auch sicher für dich persönlich. 3 Monate sind nicht zu lang, falls es einem nicht gefällt. Aber auch lang genug, um in einem Unternehmen, im Land und der Sprache Fuß zu fassen, denke ich.

    Bin sehr gespannt auf die nächsten Berichte, denn ich liebe, liebe, liebe die Britischen Inseln über alles. <3



    Alles Liebe
    Katharina
    von Großstadtgedanken

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    1. Liebe Katharina,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich bin jetzt genau eine Woche in Dublin und mir gefällt die Stadt richtig gut. Die Leute sind sehr nett, es gibt hier viel zu erleben und ich werde immer besser in Englisch - und ich treffe hier viele sehr nette Menschen. Ich werde kommende Woche auf alle Fälle den Beitrag über meinen Ausflug zum Giant´s Causeway online stellen.

      LG Myriam

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  2. Hallo, Myriam,

    schön, dass Du offensichtlich gut angekommen bist. Ich wünsche Dir alles Gute für die Zeit in Irland. Wenn Du es schaffst, solltest Du unbedingt nach Clonmacnoise fahren. Dort gibt es einen alten Friedhof und einen Zauberwald zum Wandern. Viele Grüße aus Leipzig

    Birgit

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    1. Liebe Birgit,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Empfehlung. Gestern habe ich die Tour zum Giant´s Causeway gemacht. Ich bin aber nicht über die Brücke gelaufen (dort in der Nähe), nicht weil es mir zu gefährtlich gewesen wäre, sondern weil 8 EUR echt zu teuer sind. Ich habe lieber viele schöne Fotos gemacht. Ich liebe die irische Landschaft. Und die Leute hier sind so höflich, jeder einzelne bedankt sich beim Busfahrer, wenn er aussteigt. Nächsten Samstag mache ich die Tour zu den Cliffs of Moher. Der Friedhof liegt dort auf dem Weg, vielleicht halten wir dort auch an. Gestern hatten wir bei der Tour auch mehrere Stops.
      Grüße bitte die anderen aus unserer Englischklasse. :)

      LG Myriam

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  3. Ich bewundere dich dafür, dass du den Schritt gewagt hast und einfach mal deinen Träumen folgst. Ich wünsch dir für die Zukunft ganz viel Glück und Erfolg und wer weiß, vielleicht werden aus den 3 Monaten am Ende doch mehr? :)

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