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Sonntag, 21. Juni 2020

Leipziger Neuseenland Teil 6: Der unberührte Werbener See abseits vom Leipziger Massentourismus

Als die Sonne in den Abendstunden auf den Werbener Sees traf, glitzerte die ruhige Wasseroberfläche silbern. An den kleinen versteckten Badebuchten waren vereinzelt FKK-Badene und Nacktangler zu sehen. Am Horizont sahen wie sogar die Silhouette eines Standup-Padlers. Wir waren aber für einen Spaziergang auf dem Naturlehrpfad nach Werben gefahren und schlenderten auf erschlossenen Wegen zwischen Sanddorn- und wilden Rosenbüschen sowie zwischen Apfel- und Nadelbäumen. Im letzten Sommer habe ich euch in fünf Blogbeiträgen insgesamt sieben Badeseen des Leipziger Neuseenlandes vorgestellt, welche aus ehemaligen Braunkohletagebaurestlöchern entstanden sind. In diesem Jahr möchte ich meine Serie fortführen und starte mit dem weniger bekannten Werbener See, der circa 20 Kilometer südwestlich von Leipzig am Südrand der Gemeinde Kitzen gelegen ist.

Tagebaurestloch Werben Natutrlehrpfad
Am Werbener See - südwestlich von Leipzig

Donnerstag, 30. April 2020

Sachsen-Anhalt: Großer Goitzschesee und Muldestausee - Vom Tagebaurestloch zum Naherholungsgebiet

In Zeiten vom Coronavirus werden kleine Ausflüge für mich, auch wenn sie nur ein paar Kilometer über die sächsischen Landesgrenzen hinausführen, zum neuen Luxus. Plötzlich werden Orte in der Umgebung viel interessanter und rücken verstärkt in meinen Fokus. Dem Bundesland Sachsen-Anhalt habe ich bislang noch keine große Aufmerksamkeit geschenkt. Aber nach unserem gestrigen Tagesausflug an den Großen Goitzschesee und Muldestausee hat sich meine Einstellung verändert. Warum erfahrt ihr im folgenden Bericht.

Blick auf den Großen Goitzschesee in Sachsen-Anhalt

Sonntag, 22. September 2019

Leipziger Neuseenland Teil 5: Die Naunhofer Seen und die Bergkirche von Beucha

Zwischen Naunhof und Brandis im Südosten Leipzigs gelegen, befinden sich mit dem Albrechtshainer See, dem Grillensee und dem Moritzsee drei weitere künstlich angelegte Gewässer im Verbund des Leipziger Neuseenlandes. Die Naunhofer Seen sind allerdings keine Braunkohletagebaurestlöcher, sondern ehemalige Kiesgruben, die u.a. für den Autobahnbau der A14 benötigt wurden. Bereits zu DDR-Zeiten waren die Seen beliebte Naherholungsgebiete und wahre FKK-Hochburgen. Unweit davon befindet sich die äußerst fotogene Bergkirche von Beucha. Sie thront auf einem Bergsporn über einem Steinbruch-See dessen Gestein für den Bau des Völkerschlachtdenkmals verwendet wurde.

Albrechtshainer See bei Leipzig

Dienstag, 20. August 2019

Leipziger Neuseenland Teil 4: Der Hainer See und das Schillerhaus

Obwohl der Hainer See zu den Großen im Leipziger Neuseenland gehört, ist er nicht so bekannt, wie der Zwenkauer oder Störmthaler See. Einzigartig an ihm ist die im Süden gelegene Lagune Kahnsdorf, die mit bunten Boots- und Ferienhäuschen gesäumt ist. Im historischen Herrenhaus soll der berühmte Dichter Schiller zur "Ode an die Freude" inspiriert worden sein und seinem Leben eine glücklichere Wende gegeben haben.

Blick auf den Hainer See vom Ufer aus  mit Yachten auf dem Wasser
Hainer See bei Leipzig

Sonntag, 11. August 2019

Leipziger Neuseenland Teil 3: Der Markkleeberger See als Domizil für Freizeitsportler und Archäologen

Der Markkleeberger See ist besonders bei Sportbegeisterten beliebt. Es gibt einen Kanu- und Kletterpark, einen schönen Strandbereich und einen ausgebauten Wanderweg, der um den See führt. Wer ein paar Tage am See verbringen möchte, dem steht neben einem Zelt- und Campingplatz auch das Feriendorf "Seepark Auenhain" zur Verfügung. Noch vor einigen Jahrzehnten sah die Zukunft des Ortes weitaus weniger rosig aus. Denn der Stadt Markkleeberg, die auf einem großen Braunkohlevorkommen errichtet wurde, drohte die vollständige Zerstörung durch den Tagebau.

Sommerausflug an den Markkleeberger See - Schilfrohr im Vordergrund, Personenschiff auf dem See, blauer Himmel

Sonntag, 4. August 2019

Leipziger Neuseenland Teil 2: Der Störmthaler See ist Ostsee-Feeling pur

Das Wasser schimmert in verschiedenen Farben, ein leichter Wind weht und der Duft von Holzkohlegrills liegt in der Luft. Kurz um: Ostsee-Feeling im Südosten Leipzigs. Der Störmthaler See ist ein weiterer künstlich angelegter See des Leipziger Neuseenlandes und nur rund 20 Minuten vom Trubel der Messestadt entfernt. Er entstand durch die Flutung eines Teils des ehemaligen Braunkohletagebaus Espenhain und hat mittlerweile eine gute touristische Infrastruktur.

Störmthaler See -südöstlich von Leipzig

Donnerstag, 25. Juli 2019

Leipziger Neuseenland Teil 1: Der Zwenkauer See und das vergessene Dorf Eythra

Die Idylle an den Leipziger Badeseen lässt nicht vermuten, dass dieses Gebiet noch vor 30 Jahren einer Mondlandschaft glich und eine Vielzahl von Dörfern dem Braunkohleabbau zum Opfer fielen. Mehr als 50.000 Einwohner verloren im Süden Leipzigs ihre Heimat. Keine andere Landschaft in Europa hat sich so sehr verändert wie Mitteldeutschland. Der Zwenkauer See, nur zwölf Kilometer vom Leipziger Stadtkern entfernt, entstand aus einem Tagebaurestloch. Mit einer Fläche von fast zehn Quadratkilometern ist er der größte See des Leipziger Neuseenlandes und bereits touristisch erschlossen. Sein Herzstück ist der Yachhafen am Kap Zwenkau. Dieser bietet über 200 Bootsliegeplätze und ist der Startpunkt des Fahrgastschiffes "Santa Barbara".

Das Foto zeigt den Zwenkauer See bei Leipzig bei Sonnenschein mit wenig Wolken. Ein weißes Segelboot ist auf dem See zu erkennen. Am Ufer wachsen Büsche und eine Holzskulptur in Form einer Frau ist zu erkennen.
Zwenkauer See - 12 Kilometer südlich von Leipzig