Samstag, 30. November 2019

Das finnische Weihnachtsdorf auf dem Augustusplatz

Der Herbst raste nur so an mir vorbei und nun ist schon fast Dezember und somit beginnnt die Vorweihnachtszeit. Eine wichtige Erkenntnis für mich in diesem Jahr ist, dass ihr noch immer gern meine Leipzig Blogbeiträge lest und daher werde ich im kommenden Jahr auch wieder mehr über #lieblingsleipzig berichten. Damit anfangen möchte ich aber bereits heute: Seit ein paar Tagen hat der Leipziger Weihnachtsmarkt geöffnet und auf dem Augustusplatz steht wieder das wunderschöne finnische Weihnachtsdorf, welches ich vor der offiziellen Eröffnung besuchen durfte.



Ich habe die Gelegenheit genutzt und am Montag - kurz vor der Eröffnung - hinter die Kulissen des finnischen Weihnachtsdorfes geblickt und so auch etwas über den finnischen Kalevala-Epos erfahren. Die Produkte des Familienunternehmens "Kalevala Spirit" und ihr Handeln sind von dieser Nationalidentität inspiriert. Die Hauptbotschaft darin ist der Respekt vor der Natur und natürlich auch vor den Mitmenschen. Im Nationalepos der Finnen läge auch eine weitere wichtige Botschaft, erfahre ich, "Das Wort ist wichtig, nicht die Waffen." Probleme sollen durchs Reden und nicht mit Gewalt gelöst werden.

Neben der finnischen Philosophie gibt es auch Kulinarisch viel zu entdecken. Neben dem Lachs gibt es auch Glögi, Liköre und Schnäpse aus finnischen Wald- und Wiesenbeeren, Konfitüre aus Waldbeeren, wie der Moltebeere, Honig, Teerbrot, Elchwurst und Süßigkeiten. Die Gin Bar gilt als Geheimtipp. Neben dem prämierten Artic-Blue-Gin (mit Heidelbeeren) wird auch der ebenfalls prämierte Napue Gin angeboten. Alle Produkte sind in Finnland hergestellt und werden ohne Zusatzstoffe produziert. Als Neuheit gibt es 2019 einen Lachssalat.

Außerdem gibt es zahlreiche finnische Handwerksprodukte aus Naturrohstoffen, wie Holz, Papier, Wolle und Leinen zu kaufen. Die kleinen Wichtel und Co. werden von finnischen Familienbetrieben hergestelt. Berühmt sind die Weihnachtswichtel von Uwe Sauer, der selbst nach Leipzig reist, um im finnsichen Weihnachtsdorf in der Wichtelwerkstatt sein Können unter Beweis zu stellen. Zu den Naturprodukten zählen auch die Rentierfälle. In Lappland leben mehr halbwilde Rentiere (ca. 200.000) als Menschen (180.000). Die Tiere werden fast komplett verarbeitet und verkauft. Felle, Fleisch und Knochen.

Als Verkaufsraum dient eine Original finnische Blockhütte aus den frühen 1800er Jahren, die aus Nurmijärvi in Finnland, knapp 50 km nördlich von Helsinki, stammt. Das Haus gilt als das Zuhause von "Die sieben Brüder" von Aleksis Kivi. "Die sieben Brüder" ist der einzige Roman des finnischen Schriftstellers Aleksis Kivi. Das Werk wurde 1870 veröffentlicht und fiel in Finnland auf das Ende der Ära der Vorherrschaft der schwedischsprachigen Literatur.Gelagert wird die Bloghütte heute 20 km vor den Toren der Messestadt.


Leipziger Augustusplatz mit Mendebrunnen und Uni im Hintergrund
Finnisches Weihnachtsdorf auf dem Augustusplatz

Von Heimtexilien, über Renierfälle bis hin zu finnsichen Weihnachtswichteln

Buch über den finnischen Nationalepos Kalevala

Weihnachtswichtel von Uwe Sauer

Moltebeeren Konfitüre

prämierter finnischer Gin

Das Blockhaus auf seinem ursprünglichen Platz in Nurmijärvi in Finnland.                                                     Quelle: Kalavala

Bislang gibt es vier Weihnachtsdörfer, neben dem in Leipzig, gibt es noch welche in Hannover, Stuttgart und Metz. Entstanden ist das Leipziger Weihnachtsdorf durch ein ein EU-Projekt: 1998-99 hatte das Europa-Haus Leipzig e.V. Kontakt mit einer Organisation aus der finnischen Region Kainuu und dadurch gab es 1999 erstmals das Finnische Weihnachtsdorf in Leipzig - damals noch auf dem Nikolaikirchplatz.

Wer keine Zeit hat eines der vier Weihnachtsdörfer zu besuchen, kann im Kalevala Onlineshop vorbeischauen. Wer allerdings die Gelegenheit hat, sollte die finntastischen Produkte vor Ort probieren.

Blockhaus im Finnischen Weihnachtsdorf auf dem Leipziger Augustusplatz

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