Samstag, 14. Dezember 2019

Praktische Tipps für einen tollen Tagesausflug nach Luxor in Ägypten

Ein Ägypten-All-Inclusive Urlaub ist schnell und günstig im Internet gebucht. Um die perfekte Reisezeit muss man sich wenig Gedanken machen, denn das Land kann ganzjährig bereist werden. Die Höchsttemperaturen liegen in Hurghada im Januar bei 24°C und im August bei 37°C. Obwohl es etliche Möglichkeiten gibt Touren bspw. nach Kairo oder Luxor zu buchen, verlassen erstaunlich wenige Touristen ihr Resort, um etwas vom Land zu sehen. Dabei müssen zwangsläufig gar nicht die überteuerten Ausflüge der Reiseveranstalter gebucht werden. Alternativ können Tagestouren vorab oder während des Ägypten Aufenthalts im Internet reserviert werden. Ich hatte mich - nach kurzer Recherche - dafür entschieden bei dem lokalen Veranstalter Ramses Reisen einen Ausflug  nach Luxor mit Fahrt auf dem Nil zu buchen. Wie ich diesen Ausflug bequem und günstig vor Ort gebucht habe und was mich alles an dem Tag erwartet hat, erfahrt ihr in diesem Reisebericht.

Die berühmte Widder Allee vor dem Karnak Tempel in Luxor


Kurz nach Sonnenaufgang stehe ich an der viel befahrenen Straße vor unserem Hotel und warte, dass mich der Fahrer zu unserer Tour nach Luxor abholt. Basti wartet mit mir. Zuvor begrüßte mich der Wachmann mit Namen und wünschte mir einen tollen Tag in Luxor. Als Basti von den ständig hupenden Taxen schließlich so genervt ist, verabschiedet er sich und geht wieder ins Hotel. Ich warte weiter und finde, dass ich in meiner weiten blauen Stoffhose und dem langen weißen Top angemessen und adrett gekleidet bin - wenn es nur nicht schon um halb sechs morgens so heiß wäre. Endlich biegt ein kleiner weißer Van auf die Hoteleinfahrt ab und ich steige ein. Im Van befinden sich bereits ein Paar aus Österreich und ein Paar aus Holland. Der Fahrer fährt noch einmal zur Lobby. Zuerst denke ich, dass wir auf weitere Gäste warten bis mir klar wird, dass der Fahrer mich noch einmal offiziell an der Lobby abgemeldet hat. Nach 10 Minuten geht es weiter in Richtung Wüste.


Ein Traum wurde Wirklichkeit: Nachdem Mittagsessen unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Nil


Die Fahrt von Hurghada nach Luxor


Auf dem Weg nach Safaga gibt es nicht viel zu sehen. Vereinzelt sah ich Siedlungen und Polizeiposten. Als wir bei Safaga auf die Wüstenstraße Nr. 60 abbogen, passierten wir einen Polizeiposten. Ich habe gehört, dass man diese Strecke als Tourist/Ausländer nur mit Genehmigung der Tourismusbehörde befahren darf. Ich sah, dass unser Fahrer dem Polizisten einen Zettel, vielleicht einen Passierschein, zeigte, dieser etwas auf seiner Liste abhakte und wir weiterfahren konnten. Mehrere Hinweisschilder zeigten, dass wir bald keinen Handyempfang mehr haben würden und in die karge Sand-und Steinwüste fuhren. Mitten im Nirgendwo gab es eine kleine Station mit einem Rettungswagen. Links und rechts türmten sich leicht rötliche Gesteinsberge auf durch die sich die beiden Fahrspuren schlängelten. Es sah karg, lebensfeindlich und unwirklich aus, aber zugleich wunderschön. Ich liebe die Wüste. Im Radio dudelte leise arabische Musik und ich hätte noch stundenlang aus dem Fenster schauen und die Wüste betrachten können. Dann aber bog der Fahrer auf einen Parkplatz vor einer Raststätte ab, die zu 100% auf Touristen eingestellt ist. Nicht schön, aber typisch ägyptisch. Es gab eine Toilette, für die man natürlich bezahlen muss, keine Tankstelle, aber ein kleines Café und einen Souvenirshop. Wer ohne sein Tuch den Van verließ, wurde direkt in ein Verkaufsgespräch verwickelt. Wir passierten mehrere Checkpoints der Polizei und sahen ein von der Straße abgekommenes Auto, welches sofort Hilfe von anhaltenden Landsleuten bekam. Und dann, und dann wurde es schlagartig grün. Wir waren im Nil-Tal angekommen. Menschen arbeiteten auf den Feldern, neben der Straße standen unfertige Rohbauen. Üppige rot blühende Büsche und Eselkarren huschten am Wagenfenster vorbei. Wir sahen einen alten Zug, der nach Assuan fuhr. Wie wäre es wohl mit dem Zug durch Ägypten zu reisen?
Kurz vor dem Tal der Könige stieg unser Ägyptologe ins Auto und kurze Zeit später sah ich ein Schild "Westbank". Wir waren da.

Arabische Wüste östlich des Nils in Ägypten
Östliche Wüste zwischen Safaga und Qena

Rote Katze liegt auf dem Boden und schläft in einer Raststätte
Zwischenstopp an der einzigen Raststätte zwischen Safaga und Qena - natürlich mit Katze

Blick aus dem Autofenster auf die Landschaft im ägyptischen Niltal
Ankunft im Niltal - üppige Natur und Eselkarrengewirr


Das Tal der Könige - Was du vor deinem Besuch wissen solltest


Meine Entscheidung erst das Ende des Ramadans abzuwarten und dann die Tour zu buchen, war Gold wert. Vor 12 Uhr mittags kletterte das Thermometer im Juni im kargen Tal der Könige bereits auf über 46°C. Nirgendwo war Schatten. Es war so unglaublich heiß, dass ich glaubte sofort zu schmelzen.
Wir hatten ein Ticket, welches uns berechtigte drei Gräber anzusehen. Meist sind sechs bis acht Gräber zugänglich. Spezielle Gräber, wie etwa von Tutanchamun, kosten extra. Fotos zu machen, ist nicht gestattet. Kameras darf man eigentlich nicht mit aufs Gelände nehmen. Da ich meine Kamera aber weder im Van noch beim Wachpersonal lassen wollte, stopfte ich meine Lumix tief in den Rucksack. Mit einer teuren Fotoerlaubnis, die vorab zu kaufen ist, könnt ihr jedoch fotografieren. Aber findige Souvenirverkäufer versuchen sowieso ständig Postkartensets mit den Wandmalereien in den Grabkammern zu verkaufen. Zu den Gräbern wurden wir mit einem kleinen Wagen gefahren. Der Fahrer sucht sich gern junge Paare aus, die vorn bei ihm in der Fahrerkabine mitfahren dürfen. Zum Schluss hielt er die Hand auf und verlangte ein Trinkgeld. Unser Tourquide erklärte uns im Schatten eines kleines Unterstands anhand von Fotos die Malereien in den Grabkammern, dann wurden wir losgeschickt uns drei Gräber anzusehen. Am Eingang standen Wachleute, die unser Ticket mit einem Bürolocher entwerteten. Dann gingen wir in die dunklen Gänge und schauten uns Grab für Grab an. Dabei kann ich mich nicht mehr daran erinnern welches Grab wir uns angeschaut haben. Angesichts der Hitze konnte ich keinen klaren Gedanken fassen und wollte nur so schnell wie möglich in den klimatisierten Van zurück. Das Grab von Sethos I. soll wohl das Highlight der Anlage sein. Es gibt auch noch weitere Grabanlagen: Das Tal der Königinnen, Tal der Noblen (Gräber der Adeligen) oder die Gräber der Beamten. Auf alle Fälle war es sehr interessant die Hieroglyphen so nah sehen zu können, ja sie fast anfassen zu können. Erstaunlich ist auch wie gut die Farben der Wandmalereien erhalten geblieben sind.

Der wohl berühmteste Friedhof der Welt "Das Tal der Könige" liegt unter einer Felsklippe. Hier fanden die Pharaonen aus dem Neuen Reich (1500-1300 v. Chr.) ihre letzte Ruhestätte. Tiefe Taleinschnitte zerfurchen die Landschaft, wie das 3D-Modell in der Eingangshalle des Besucherzentrums eindrucksvoll zeigt.

David aus unserer Gruppe schoss ein Foto mit seiner Handykamera. Das Blitzlicht erhellte für den Bruchteil einer Sekunde die Grabkammer. Ein Wachmann eilte herbei und gestikulierte wild. David ging mit dem Mann hinter die Überwachungskamera, öffnete seine Geldbörse und zog zwei, drei grüne Scheine heraus und gab sie dem Mann. Dieser lächelte zufrieden und ließ uns passieren. So läuft das hier also. Mit Bakschisch öffnen sich Absperrungen und dürfen Foto gemacht werden. Das Wachpersonal bessert so sein geringes Gehalt auf. Auf dem Rückweg kaufte ich mir eine eiskalte Cola und hielt die aufdringlichen Souvenirverkäufer auf Abstand. Unser Tourguide erzählte mir, dass er während des Ramadans auch täglich Touristen durch Luxor geführt hat und das viele sprechen ohne etwas trinken zu können, ihn an seine Grenzen gebracht hat.


Eintrittskarten für das Tal der Könige, Hatschepsut- und Karnak Tempel



Besuch einer Alabastermanufaktur - oder ein Shopping-Stopp muss es schon sein


Was ich sonst nur aus der Türkei kenne, aber sicherlich typisch für solche Touren ist: Es gibt (fast) immer einen Zwischenstopp auf einem Markt oder in einer Fabrik bzw. in einem (traditionellen) Geschäft. Bei der Luxor-Tour werden die Touristen zu einer Alabastermanufaktur gefahren. Das Personal der Manufaktur spricht Deutsch oder Englisch, ist höflich und erklärt kurz das Handwerk. Im Durchgang zwischen Parkplatz und klimatisierten Verkaufsraum sitzen ein paar Männer und Show werkeln ein bisschen für uns Touristen. Dann gehts in den großen Verkaufsraum, der bis an die Decke mit Souvenirs gefüllt ist. Uns wird ein Getränk angeboten und jede/r erhält einen kleinen Glücksbringer. Da die Souvenirs, die ich in die Hand genommen habe, tatsächlich aus Stein bestanden haben und nicht mit dem billigen Plastikkram aus dem Hotelshop zu vergleichen waren, kaufte ich 2 Katzen und einen Käfer als Souvenir und zum Verschenken. Für die drei Teile habe ich 30 EUR bezahlt. Natürlich habe ich verhandelt, aber man wird ja trotzdem immer über den Tisch gezogen, oder? Wer als Frau allein unterwegs ist, wird mehr von den Verkäufern und Steinmetzen gelagert als angenehm ist. Zurück im Van kam ich mit dem holländischen Paar vor mir ins Gespräch und wir zeigten uns gegenseitig unsere Einkäufe. Die beiden haben eine Leuchte als Alabaster im dreistelligen EUR Bereich gekauft - das relativierte umgehend mein 30-EUR-Einkauf. *Grins*

Tipp: Neben dem Steinmetzbetrieb ist ein kleiner Supermarkt. Da könnt ihr günstig Wasser und Snacks kaufen.

Alabastermanufaktur Luxor
Steinmetze bei der Arbeit in einer Alabastermanufaktur am Tal der Könige
Mann zeichnet mit Bleistift traditionelles ägyptisches Motiv auf eine Steinplatte
Ägyptischer Steinmetz zeichnet eine traditionelle Szene auf eine Steinplatte

Blick in den Verkaufsraum der Alabastermanufaktur, Statuen in verschiedenen Farben und Lampen
Verkaufsraum in der Alabastermanufaktur im Tal der Könige


Al-Deir Al-Bahari Tempel - Der Totentempel der Pharaonin Hatschepsut


Als nächstes stoppten wir bei dem Totentempel der berühmten Pharaonin Hatschepsut. Sie regierte von 1478/79 bis 1450/58 v. Chr. (unterschiedliche Angaben) und ist durch ihre Handelsbeziehungen zu anderen Völkern und einer langen Friedensperiode bekannt geworden, so unser Ägyptologe. Sie ließ auch Pflanzen, wie Weihrauch in Töpfen nach Ägypten bringen und somit gilt sie als die erste, die Pflanzen-Sammelreisen durchführen ließ. Ein uralter Weihrauchbusch soll noch am Eingang der Anlage stehen - wenn man der Beschilderung denn Glauben schenken möchte. ;-)
Der restaurierte Hatschepsut Tempel ist das am besten erhaltene Bauwerk in der antiken Begräbnisstätte Deir Al-Bahari am westlichen Nilufer in Theben. Der Tempel wurde terassenförmig in die steile Felswand geschlagen und ermöglicht einen guten Ausblick bis ins grüne Niltal. Besonders interessant sind die Wandreliefs, die Szenen von den Expeditionen zeigen.
Auf der Anlage verdienen sich Einheimische ein paar Dollar dazu, in dem sie entweder Touristen die Tücher von den Köpfen stibitzen, um diese routiniert zu kleinen Kunstwerken zu binden oder Fotos von den Gästen machen oder die Ausländer hinter diverse Absperrungen treten lassen. Den Ideen der ägytischen Männer sind da keine Grenzen gesetzt. ;-)


Hatschepsut Tempel bei Luxor

Deckenmalerei im Hatschepsut Tempel


Am Horizont lässt sich das fruchtbare Niltal erahnen

Angeblich ein noch von Hatschepsuts Expeditionen stammender Weihrauchbusch

Die Memnon Kolosse - ein antikes Weltwunder


Inzwischen stand die Sonne im Zenit und schien mit voller Wucht auf uns - wie ihr unschwer auf dem Foto erkennen könnt. ;-) Daher stiegen auch nicht alle bei dem kurzen und kostenlosen Fotostopp an den berühmten Memnon Kolossen aus. Die sitzenden Riesen stehen am Eingang der Sehenswürdigkeiten der Westbank. Die Sandsteinstatuen sind 15 bzw. 18 Meter hoch und die letzten Überreste des Amenophis III. Tempels.

Die Memnon-Kolosse galten in der Antike als ein Weltwunder.

Wenn die Sonne im Zenit steht, ist selbst ein 5-minütiger Fotostopp eine schweißtreibende Angelegenheit.

Bootsfahrt auf dem Nil - und die Frage, warum man seinen Kahn ausgerechnet Titanic nennen muss?


Nach dem Mittagessen, welches im Preis ohne Getränke inbegriffen war, liefen wir ein paar Schritte zum Fluss, um eine Bootsfahrt über den Nil zu machen. Als ich den Namen des Motorbootes las, zögerte ich einen kurzen Moment bevor ich einstieg. Bei allen Namen auf dieser Erde, wäre Titanic so ziemlich der letzte Name für mein Schiff gewesen. Aber nun gut. Diese Titanic ging jedenfalls nicht unter. Wir erhielten einen Tee und kaltes Wasser auf dem Boot und genossen die Aussicht und die kühlere Luft auf dem Wasser. Auf dem Nil waren etliche Wasserfahrzeuge unterwegs. Nach dem Ramadan ist das Fastenbrechen mit großen Feierlichkeiten verbunden. "Viele ägyptische Familien nutzen die Feiertage auch für Ausflüge und legen Geld für eine Bootsfahrt auf dem Nil zusammen", erzählte uns unser Tourguide als neben uns immer wieder Ausflugsschiffe mit Einheimischen vorbeischipperten. Sie winkten uns freundlich zu und wir winkten natürlich zurück. Zum Ende der Fahrt, als wir in der Nähe des Luxor Tempels ankamen, erzählte unser Ägyptologe etwas zum 22. Kriminalroman von Agatha Christie. Der Roman "Tod auf dem Nil" spielt vorwiegend auf einem Nildampfer. Dazu inspiriert wurde die Autorin in den 1930er Jahren während ihres Aufenthalts im legendären  Hotel Winter Palace Luxor.

Hinweis: Die Bootsfahrt auf dem Nil ist nicht im Tourpreis inkludiert und kostete im Juni 2019 11 EUR.


Eine Fahrt auf dem Nil ist gleichermaßen bei Touristen und Einheimischen beliebt.

Der Nil bei Luxor war recht sauber.

Luxor-Tempel


Der Karnak Tempel - Abschluss und Highlight der Tagestour


Mit dem Kleinbus geht es zum letzten Tempel auf der Tour. Der Karnak Tempel ist nach Angkor Wat in Kambodscha die zweitgrößte Tempelanlage der Welt. Der Komplex ist dem Reichs- und Sonnengott Amun-Re geweiht worden. Wir betraten die Anlage über die Widderallee und waren von den gigantisch großen Säulen und dem 30 Meter hohen Obelisken beeindruckt. Unser Ägyptologe erklärte uns die Hieroglyphen und erzählte, dass sich die "alten ägyptischen Leute" nur an der Natur orientieren konnten, da sie die erste Hochkultur der Menschheit sind und auf nichts, außer der Natur, zurückgreifen konnten. Hieroglyphen werden in Hochrelief und Tiefenrelief unterschieden. Das könnt ihr gut auf den folgenden Fotos sehen.

Zum Abschluss hatten wir noch ein bisschen Zeit, um selbst durch die Anlage zu laufen und Fotos zu machen. Hinter fast jeder Säule standen natürlich etwas nervige Touristenfänger, die wieder ihre Dienste anbieten wollten.  Der "Heilige See" befindet sich am hinteren Ende der Anlage. Davor steht eine Skarabäus-Statue. Wer den steinernen Käfer 7 Mal umrundet, dessen Liebes- und Kinderwünsche sollen sich erfüllen. Und nein, ich renne sicherlich nicht in der Affenhitze 7 Mal um den Käfer. ;-). Obwohl am Nachmittag die Sonne geringfügig nachließ, verbrachten wir keine zwei Stunden in der Anlage, sondern waren nach weniger als einer Stunde wieder am Van. Auf dem Weg dorthin trafen wir erneut einheimische Familien und Gruppen, die unbedingt Fotos mit uns wollten und so posierten wir gemeinsam mit ihnen für schöne Erinnerungsfotos. Das war noch einmal ein toller Abschluss und zeigte mir, dass nicht alle Ägypter so nervig wie die Typen in den Tempelanlagen sind.

Säulen im Karnak-Tempelkomplex - die früher einmal überdacht gewesen sein sollen.

Hieroglyphen im Karnak Tempel

Noch mehr Hieroglyphen



Ich habe mit Absicht nicht so viele Details zu den Sehenswürdigkeiten geschrieben, die ihr im Internet bzw. in jedem Reiseführer nachlesen könnt und natürlich auch während der Tour erfahrt. Dann wäre dieser Reisebericht über den Luxor Tagesausflug noch länger geworden. Außerdem konnte ich mir den ganzen Imput bei 46°C in der Mittagshitze im Tal der Könige sowieso nicht merken. Aber es war sehr interessant das Leben außerhalb der Hotelmauern kennenzulernen und ägyptische Familien während des Zuckerfestes zu treffen. Auch wenn man als alleinreisende Frau von den Touristenfängern belagert wird. Zunächst als Geschenk deklarierte Kleinigkeiten sollen natürlich bezahlt werden.

Wie bucht ihr am günstigsten eure Tour nach Luxor?


Bei einer Pauschalreise ist es üblich, dass ihr am Tag nach eurer Ankunft in der Hotellobby vom Gästebetreuer begrüßt werdet und er bzw. sie euch natürlich auch die Touren der großen Veranstalter verkaufen will. In unserem Fall sollte eine Tour ab Hurghada nach Luxor im großen Reisebus 95 EUR kosten. Bei Ramses Reisen habe ich eine ähnliche Tour im Mini Van für 55 EUR vorab entdeckt. (Stand Juni 2019) Auch nachdem wir diese Preisunterschiede dazu benutzt haben den Preis zu drücken, rückte unser Gästebetreuer nicht von den überzogenen 95 EUR ab, sondern machte im Gegensatz dazu noch die billigere Tour schlecht - es würde sich um eine illegale Tour handeln, ohne Anmeldung beim Tourismusministerium, etc. Illegal war es aber definitiv nicht. Außerdem finden die kleineren Touren, die ihr bequem vom Hotel aus auch bei Get Your Guide buchen könnt, täglich statt. Bei den großen Veranstaltern werden die gleichen Ziele nur 1-2 Mal in der Woche angeboten.

Bei Ramses Reisen war das Buchen der Tour sehr einfach, da ich im Hotel schnelles WLAN hatte. Ich habe die Nummer einfach im Handy eingespeichert und eine Whatsapp mit Tourwunsch, Name, Hotel und Zimmernummer geschickt. Ein paar Minuten später war die Tour für den nächsten Tag gebucht. Bezahlt habe ich vor Ort in Luxor in bar. Auf der Tour fand ich heraus, dass die anderen via Get Your Guide gebucht hatten und ein paar Euro mehr bezahlt haben. Aktuell kostet die beschriebene Tour bei Get Your Guide ab 76 EUR und bei Ramses Reisen 69 EUR. Die Tagestouren in den Hotels werden dementsprechend auch teurer geworden sein.

Fazit und Kostenübersicht (Stand Juni 2019)


Meine Tour dauerte ca. 14 Stunden. Abgeholt wird man gegen halb 6 Uhr morgens und im Hotel ist man wieder zwischen 20 und 21 Uhr. Wem das zu stressig sein sollte, kann auch die 2-Tagestour nach Luxor buchen. Mir hat die Tagestour gefallen und ich hätte gern noch weitere Touren gebucht, was allerdings aus privaten Gründen nicht möglich war. Gern würde ich noch eine Nilkreuzfahrt machen, nach Kairo fliegen und mir Abu Simbel und Assuan ansehen.

  • Tourpreis: 55 EUR  
  • Bootsfahrt auf dem Nil: 11 EUR + 2 EUR Trinkgeld
  • Alabaster Souvenirs: 30 EUR
  • 2 Getränke beim Mittagessen: 3 EUR
  • 1 Cola am Karnak Tempel: 1 EUR

Am Nachmittag - vor der Lichtershow - waren wenige Besucher im Karnak Tempel


Packliste: 

Was solltet ihr auf die Tour nach Luxor unbedingt mitnehmen?


  • Frühstückspaket an der Rezeption kostenlos bestellen und mitnehmen
  • Ausreichend Wasser mitnehmen, 2-3 Liter (kann unterwegs im Van gelassen werden)
  • leichte und angemessene Baumwollkleidung sowie feste Schuhe (für die Abendstunden in den Wintermonaten ggf. eine Jacke und lange Hose
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Tuch, um Kopf und Hals zu bedecken, alternativ Basecap (das nimmt euch auch keiner vom Kopf und will kunstvoll eine Schlage daraus binden ;-)
  • Bargeld, am besten Euromünzen, ägyptisches Pfund und/oder Dollarnoten
  • Kamera & Handy
  • Mückenspray
  • Taschentücher/Toilettenpapier (die Toiletten sind teilweise nicht so toll, kosten aber Geld)
  •  fehlt noch was?

Seid ihr schon einmal in Ägypten gewesen und wie habt ihr dort euren Urlaub verbracht? Ich freue mich über eure Kommentare. :-)

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