Mittwoch, 2. April 2014

Das Gesicht hinter Namida Magazin

Das bin ich, Myriam! Namida Magazin habe ich im August 2012 als kreativen Ausgleich zu meinem damaligen Beruf gestartet. Seit ich denken kann, wollte ich Journalistin werden und am liebsten meine eigene Zeitschrift herausgeben. Dank dem Web 2.0. geht das heute auch über einen eigenen Blog. Also begann ich an einem heißen Sommertag im August. Ohne Erfahrung legte ich meinen Blog bei Blogger.com an und schrieb über meine Reisen und meine Wahlheimat Leipzig. Mit der Zeit habe ich meine Themen spezifiziert: Heute findet ihr hier weiterhin Reiseberichte - allerdings oftmals mit kurzweiligen Wirtschafts- oder interessanten Kulturthemen verbunden. Auch berichte ich weiterhin über meine Wahlheimat Leipzig und stelle Start-up Unternehmen aus der Region vor. Und wenn mir ein tolles Buch in die Finger gerät, schreibe ich auch darüber. 


letzte Aktualisierung August 2017

Darf es noch ein bisschen mehr sein?

Bereits nach dem Abitur zog es mich nach Leipzig. Oder soll ich sagen "Likezig"? Ja, die Stadt und die Menschen gefallen mir bis heute. In Leipzig kann man sich neu erfinden, wenn man das denn möchte. 2007 startete ich euphorisch an der Universität zu Leipzig mein Studium der Wirtschaftswissenschaften. Nach vier trostlosen akademischen Semestern, aber jeder Menge Spaß außerhalb der ehrwürdigen Mauern, musste ich feststellen, dass dieses Studium nicht das Richtige für mich war. Nach vielen Tränen und etlichen Gesprächen mit meinem Lieblingsmenschen begann ich eine solide Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz in Leipzig. Die Ausbildung war klasse, ich habe viel über mich, andere Menschen und über die Wirtschaft gelernt. 

Trotz der super abgeschlossenen Ausbildung lastete die Schmach des abgebrochenen Studiums noch immer schwer auf meinen Schultern und so startete ich im September 2012 bei der FOM in Leipzig einen zweiten Anlauf. Die Hochschule ist speziell für Berufstätige und so studierte und arbeitete ich vier Jahre lang gleichzeitig. Freitagabends und samstags drückte ich die Schulbank und am Sonntag schlief ich fast den ganzen Tag, so erschöpft war ich am Anfang. Nach den ersten Monaten hatte ich mich aber gefangen und wieder ein bisschen Zeit für meinen Blog.

Mein sicherer und gutbezahlter Job in der Versicherung gefiel mir mit der Zeit nicht mehr. Ich wurde immer unglücklicher und so beschloss ich im August 2016 - nur einen Monat nach erfolgreichem Abschluss meines Bachelors - zu kündigen und ins Ausland zu gehen. Gedacht, getan!

Den Oktober bis Dezember verbrachte ich in Dublin. Ich ging zu einer Sprachschule, verbesserte mein Englisch, lernte dort viele tolle Menschen kennen, reiste viel, schrieb ein paar Blogbeiträge auf Englisch, schmiss mein blödes Praktikum und die erfolglose Jobsuche und startete ein Volontariat in einer Buchhandlung. Diese drei Monate vergingen wie im Flug und zählen definitiv zur besten Zeit in meinem Leben.

Zurück in Leipzig machte ich mich auf die Jobsuche und musste zum ersten Mal in meinem Leben zum Arbeitsamt. Aber selbst in Leipzig arbeiten dort nur Menschen und keine Monster. Während der Jobsuche flog ich mit meinem Freund gleich 2 Mal auf die Kanaren und wurde Mentorin bei der Joblinge gAG.

Heute habe ich meinen Traumjob gefunden. Ich bin Marketingmanagerin bei einem Leipziger Verlag - der einzige, der in Leipzig Fantasy verlegt. Nach 10 Jahren in Leipzig bin ich nun endlich dort angekommen wo ich als blutjunge Abiturientin immer hinwollte und stehe täglich vor neuen Herausforderungen, die ich liebe, die mich aber auch manchmal leicht verzweifeln lassen.

So und weil das jetzt so nach Lebenslauf roch, noch fünf Fakten über mich


1. Ich bin eine Pescetarierin

Nein keine Sorge, das ist keine Krankheit. Es ist einfach nur eine bestimmte Ernährungsweise und bedeutet, dass ich zwar Fisch, Eier, Honig und Milch verzehre, aber kein Fleisch.  (Meistens jedenfalls.) Klar hat es einen gesundheitlichen Aspekt, unterstreicht aber auch meine Auffassung, dass man sich stärker mit der eigenen Nahrung und deren Herstellung befassen muss. Heute landen Steaks und Co. einfach nur abgepackt im Kühlregal. Kaum einer macht sich Gedanken darüber wie es dort gelandet ist. Wir haben das Verständnis dafür verloren, dass hier ein Tier gestorben ist. Ich muss fairer Weise auch zugeben, dass ich es nicht immer durchhalte. Aber ich esse nicht jede Woche Fleisch. Für diese Spezies gibt es übrigens auch einen Begriff: Flexitarier. Wer genau nachlesen will, welche Unterscheidungen es gibt, ist hier gut aufgehoben.

2. Meine Bibel ist: 1000 Places To See Before You Die

Ich habe mir dieses Buch in der deutschen Ausgabe gekauft, als ich 16 Jahre alt war. Bislang konnte ich zwar erst etwas über 30 Orte abhaken, aber dort und wie im Lonely Planet findet man eh nicht die besten Orte. Die findet man nur, wenn man sich verfährt oder verläuft.

3. Nicht ohne meine Handtasche

Egal, ob ich zur Arbeit fahre oder zum Späti gehe, ich muss meine Tasche mitnehmen. Und es muss eine große Tasche sein. Denn zum Inhalt gehören: eine große Wasserflasche, ein Buch, meine Geldbörse, Kalender, Stift, Nagelscheren-Set, Handy, Hausschlüssel, Taschenlampe (sehr nützlich bei Stromausfall), Stoffbeutel für etwaige Einkäufe, Lippenpflegestift, Augencreme, Pflaster, Tabletten gegen Halsschmerzen, Deo, Haarbürste, Regenschirm, Fotoapparat und Taschentücher sowie einige Flyer, die interessant erscheinen und wo man mal hingehen könnte. Du weißt nie, wann du was brauchen könntest.

4. To Do Listen

Ich liebe diese Listen, besonders das Abhaken. Ich kritzele sie auf Papier, auf Klebezetteln oder tippe sie in mein Handy. Ganz egal. Hauptsache alles ist notiert und schwirrt nicht mehr in meinem Kopf herum. Ich habe auch schon überlegt eine "101 Dinge in 1001 Tagen" Liste darauszumachen. Denn manche Punkte, wie Steuererklärung und Gimp lernen, verstauben seit einigen Monaten auf meinen Listen.

5. Ich habe keine Angst vor Spinnen, aber ...

Erst heute habe ich  wieder eine Spinne in der Küche entdeckt. Und vor 2 Wochen meinte eine Freundin leicht aufgeregt: "Jetzt gerate bloß nicht in Panik, aber auf deinem Kopf sitzt eine Spinne." Ich habe sie entfernt und alles war in Ordnung. Ich erinnere mich noch gut an die Schulzeit, dort konnte eine Freundin erst wieder duschen gehen, nachdem ich die Spinne im Bad entfernt hatte. Aber ich schau niemanden komsich an, der Spinnen nicht mag. Ich habe eine viel schrecklichere Phobie: Ich kann keine Tiere mit Federn anfassen. Ich bekomme schon beim Anblick von Vogelbildern Gänsehaut und den Film "Die Vögel" kann ich nicht anschauen. Nichteinmal unter Daunenbettdecken mag ich schlafen. Laut Wikipedia heißt das Ornithophobie.

Kommentare:

  1. Uih, das sind aber interessante Fakten! Meine Handtasche ist auch immer zu voll, obwohl ich weder Pflaster noch mein Nagelpflegeset mitnehme ;-)
    Ich bin gespannt, wie dein Osterurlaub wird. Hier ist viel wärmer als sonst, aber vielleicht hat sich ja irgendwo in Mitteleuropa noch ein letzter Rest Schnee versteckt. Ich drücke dir die Daumen!

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  2. Uiui, jetzt kann ich mir auch ein Bild machen, wie die Myriam ausschaut : ]
    Meine Freundin hat auch eine Spinnenphobie, sie fing schon an zu kreischen, wenn sie nur eine Spinne sah. Wenns dann mal ne Spinne in ihrem Zimmer gab, musste ich sie immer raus aus dem Fenster setzen.
    Das du eine Phobie von Vögel hast ist ja ein Ding, weißt du woher das kommt?
    OMG, deine Tasche ist ja rappelvoll! xD Brauchst du die ganzen Sachen eigentlich? Meine Tasche muss auch immer dabei sein, aber unnötigen Ballast schmeiße ich immer raus, weil mir sonst die Schulter weh tut >.<

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    1. Meine Eltern hatten früher viele Enten, Hühner und Gänse und haben die auch als bspw. Weihnachtsbraten verkauft, ich fand es immer schon widerlich wie die so kopflos am Zaun baumelten und noch zuckten, wahrscheinlich kommt meine Vogel-Abneigung daher. Ich habe auch noch nie wirklich Geflügel gegessen. Ich kann auch keine Federn anfassen.
      Ja...die Sache mit der vollen Handtasche. :) Mein Freund hat sich letztens erst einen Scherz dazu vor Freunden erlaubt, dass ich wohl auch eine Mate-Flasche (Hipster-Getränk) aus der Tasche zaubern könnte, wenn er denn Durst danach verspürt. Zufällig hatte ich tatsächlich eine dabei und bot ihm gleich noch einen passenden Schokoriegel als Snack an.

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    2. Oha, wenn ich die Enten und co. auch so gesehen hätte, würde ich mich vllt auch etwas scheuen. Allein der Gedanke grauselt mir einwenig.

      *g* deine Tasche ist wohl wie ein Zauberhut, da könnte sich alles mögliche drin verbergen :P

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