Sonntag, 9. Juli 2017

Gran Canaria Teil 3: Von der Schönheit der Berge und der Idylle kleiner Bergdörfer

Anfang April verbrachten mein Freund und ich ein paar entspannte Tage auf Gran Canaria. Nach unseren Reisen nach Teneriffa und Lanzarote (Juni 2016) sowie Fuerteventura (Januar 2017) war dies bereits unsere 4. Kanareninsel. Viele kennen Gran Canaria wahrscheinlich, ähnlich wie Mallorca, nur als Party Insel und Pauschalreiseziel. Aber auch Gran Canaria hat mehr zu bieten als Sonne, Strand und Meer. Das merkt man schnell, wenn man die großen Touristenzentren im Süden hinter sich lässt und in die Berge fährt.



Nach unserem Frühstück in einer deutschen Bäckerei in San Agustín brachen wir in Richtung Inselhauptstadt auf. Die Autobahn entlang der Ostküste ist der schnellste Weg, wenn man in die nördlichen Bergdörfer will. Basti mag große Städte nicht besonders, jedoch ich schau sie mir im Gegensatz dazu gern an. Also hielten wir auf dem Weg in Las Palmas de Gran Canaria an, um zu schauen, ob die Stadt einen Ausflug wert ist. Das Castillo am Hafen war es schon mal nicht. Anstatt einer mittelalterlichen Festungsanlage standen wir inmitten einer modernen Skulpturenausstellung, die uns jetzt nicht aus den Latschen kippen ließ. Also begaben wir uns zum Strand und somit wieder durch den dichten Verkehr. Ein Parkhaus war schnell gefunden, aber auch der Strand von Las Palmas de Gran Canaria ließ uns nicht staunen und so gab ich Bastis Wunsch in die Berge zu fahren schließlich nach.

Deutsche Bäckerei in San Agustín

Ausstellung im Castillo in Las Palmas de Gran Canaria

Firgas und sein Mineralwasser


Die Bergstraße nach Firgas bietet eine sehr schöne Aussicht. Man schaut auf Bananenplantagen und die üppige wild wachsene Natur. Natürlich immer die Leitplanke und den Gegenverkehr auf der schmalen Straße im Blick. In der Nähe von Lomo Blanco ist ein schönes Viaduct anzusehen und in Buenlugar lohnt sich ein kurzer Stop, um die schöne Aussicht zu genießen. 

Nach einer kurvenreichen Fahrt erreichten wir endlich Villa de Firgas. Wir fanden einen Parkplatz in der Nähe des berühmten Brunnens, der kunstvoll verziert ist und auf mehreren Ebenen das Wasser nach unten leitet. Entlang der Treppe sind mehrere typische Ansichten aller Gemeinden auf Kacheln inkl. ihres Wappens zu sehen. Firgas ist auf der Insel für sein gutes Mineralwasser bekannt. Auch wir haben es im Supermarkt gekauft, es ist so weich wie französisches Mineralwasser. Auf der oberen Ebene des Brunnens werde alle 7 Inseln in Form eines Reliefs abgebildet.

Hier plätschert das Quellwasser

Brunnen in Firgas

Rechts davon steht im Schatten großer Bäume und in inseltypischer Architektur das Stadthaus. Ein Blick ins Innere lohnt sich, da die Vertäfelungen sehr kunstvoll gestaltet wurden. Um Brunnen, Kirche und Stadthaus mit seiner kleinen Plaza reihen sich ein paar Cafés und Bars, die in der Mittagssonne nicht besonders an Touristen interessiert zu sein schienen. Nachdem wir 20 Minuten gewartet hatten und nicht bedient wurden, liefen wir einfach weiter. Im Örtchen starten mehrere Wanderwege, die u.a. zu einem Mirador (Aussichtspunkt) führen. Von dort aus kann man ins Land blicken und wird Ähnlichkeiten mit tropischen Landschaften feststellen können.

Firgas - Villa del Aqua

Ein bisschen wie auf Kuba: Mirador Barranco Las Madres

 

Teror - pittoreskte Balkone und religiöses Zentrum der Insel

 

Auf dem Weg zum nächsten Bergdorf kommen uns etliche rote  "Teror-Laster" entgegen. Auch in diesem Dorf wird Mineralwasser abgefüllt, wie wir später nachlesen. Auf dem Weg sehen wir viele Eukalyptusbäume und passieren den Ort Los Llanos. Die Kurven sind so eng, dass die roten Wasserlaster vorausschauend vor jeder Kurve hupen. Im Zentrum des historischen Zentrums steht eine Basilica aus dem 16. Jahrhundert - gesäumt wird sie von hübschen Häusern mit pittoresken Balkonen. Als wir ankamen, ist reger Betrieb im Ort. Vor der Kirche versammeln sich die Einheimischen für eine Trauerfeier. Wir können uns daher das Gotteshaus nicht von innen ansehen und gehen weiter. Schließlich wollen wir nicht stören. Wir schlendern durch die kleine Einkaufsstraße und fotografieren das für Teror typische Postkartenmotiv.

Basilica de Nuestra Senora del Pino

Teror - Typische Holzbalkone

Platz vor dem Rathaus
Teror - Beliebtes Postkartenmotiv

Da alle Freisitze im Restaurant belegt waren, mussten wir wohl oder übel in ein Bar Café (BC) ausweichen. Diese sind mit einem Imbiss zu vergleichen und bieten in der Regel billiges Essen an, welches ungesund ist und auch nicht schmeckt. Aber was soll man machen, wenn man Hunger hat und nicht in einem stickigen Restaurant sitzen will. ;) Zum Abschluss ging ich noch in den Souvenirladen Kactu's, der regionale Produkte und Handwerkskunst anbietet. Neben Marmelade, Soßen, Alkohol kann man dort auch Schmuck, der aus Bananenbäumen geschnitzt wurde, kaufen. Wir kauften 2 kleine Flaschen Rum mit Honig, eine Inselspezialität, und Kaktusfeigen sowie Papaya Marmelade ein. Außerdem deckte ich mich mit reichlich Postkarten ein und kaufte Briefmarken mit Teror Motiv.
Noch finden nur wenige Touristenbusse den Weg nach Teror. Ab Las Palmas de Gran Canaria kann man auch mit öffentlichen Bussen dort hingelangen und ist somit nicht auf einen Mietwagen angewiesen.

Teror - Als das Restaurant noch nicht voll war. ;)


Unsere typischen Souvenirs aus Gran Canaria

Es gibt auf Gran Canaria noch weitere hübsche Bergdörfer zu erkunen. Zum Beispiel Artenara. Leider sind wir nur kurz durch Artenara durchgefahren und ich habe keine schönen Fotos gemacht. Aber das mit über 1200 Metern höchstgelegene Dorf der Insel ist es auf alle Fälle wert anzuhalten und auszusteigen. Ebenso sehenswert sind die Gemeinden Arucas und Tejeda.

Gran Canaria hat viele kurvenreiche Straßen zu bieten.

Übersicht der Straßen auf Gran Canaria:


Wer eine Tour oder Tagesausflüge durch Gran Canaria plant, wird sich freuen, wenn er/sie etwas über die Straßenverhältnisse im Vorfeld lesen kann. Besonders ungeübte Fahrer/innen wissen so im Vorfeld, ob der Trip viel Nerven kostet oder doch eher entspannt wird. Daher habe ich mir unterwegs Notizen zu den Straßenverhältnissen gemacht. Generell gilt: Je länger ein Straßennummer, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Straße schlecht ausgebaut oder sehr schmal ist.

GC steht für Gran Canaria
Auf der GC   21   sieht man grüne Hügel, die das Tal säumen
Die       GC   30   ist eine sehr schöne Bergstraße
Die       GC   75   ist in einem guten Zustand
Die       GC 300   ist auch okay.
Die       GC 350   ist in einem guten Zustand

Meine Reiseberichte über Maspalomas und über die Costa Mogán.

Für meinen nächsten Reisebericht plane ich ein bisschen "Klickbaiting" - geplant ist nämlich "10 Orte, die du auf Gran Canaria unbedingt gesehen haben musst" ;) Da werde ich Stausee Wanderungen, Aussichtspunkte, kleine Siedlungen und satte Täler uvm. vorstellen. Seid gespannt!

Bergstraße ins nächste Abenteuer :)

Kommentare:

  1. Hallo Myriam,
    ein sehr schöner Bericht mit super tollen Fotos hast Du da von unserer Lieblingsinsel Gran Canaria erstellt. Schön dass Ihr Euch das Landesinnere der Insel angesehen habt, nur so kann man das ursprüngliche Gran Canaria erleben. Wir fahren bereits seit über 20 Jahren auf die Insel und finden es auch immer wieder spektakulär bei der Inselrundfahrt die tolle Landschaft zu erleben. Falls Du Interesse hast, schau mal in unserem Blog vorbei. Dort haben wir unsere Tophighlights für Gran Canaria Stand Juni 2017 vorgestellt. Wir werden bei unseren nächsten Urlauben dort immer wieder updaten und berichten.

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    1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar und viel Spaß auf Gran Canaria im September. :)
      LG Myriam

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