Sonntag, 13. Mai 2018

Ausflug in die Heimat: Bad Freienwalde - Bismarckturm und Missionshaus Malche

 
 Vor genau drei Jahren habe ich euch zum ersten Mal das Turmdiplom in Bad Freienwalde vorgestellt. (für Informationen zum Turmdiplom bitte den verlinkten Beitrag lesen)  Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht.
Am vergangenen Wochenende habe ich es nun endlich geschafft den vierten und letzten Turm mit Basti zu besteigen. Der Bismarckturm wurde 1895 anlässlich des 80. Geburtstags Bismarcks errichtet, heißt es auf der Internetseite der Stadt Bad Freienwalde.
Der ehemalige Wehrturm ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel bei Kurgästen und Einheimischen gleichermaßen. Es gibt wohl kaum einen Schüler in der Umgebung, der nicht mindestens einmal in seiner Schulzeit auf diesen Turm geklettert ist. Obwohl geklettert das vielleicht das falsche Wort ist. Die 100 Stufen sind gut ausgebaut und besser zu erklimmen als viele Glockentürme berühmter Kathedralen. Endlich oben angekommen, vermag der Laie als erstes nur Wald, Wiesen und Felder erkennen. 




Das geschulte Auge weiß aber, dass die Sicht bis auf das Schiffshebewerk in Niederfinow, die Oberbarnimer Berge, das Oderbruch, die Insel Neuenhagen (meine Heimat) und sogar die Schorfheide reicht.
Die Geschichte des Bismarckturms ist eng mit der der nahegelegenen Malche verbunden: So soll der Turm auf den Grundmauern einer historischen Burg namens Malchow errichtet worden sein, die vermutlich um das Jahr 1180 erbaut wurde. Heute ist Malche sowohl eine Ortsbezeichnung als auch der Name des 1898 gegründeten Missionshauses. Bis 2011 wurden hier zunächst Frauen, ab 1989 auch Männer, durch eine theologisch-pädagogische Ausbildung auf ihren Einsatz für die Evangelische Kirche vorbereitet. Der Kern der Anlage bilden sechs Wohn- und Gästehäuser, eine Kirche und ein parkähnlicher Garten mit vielen Obstbäumen und Pflanzen. Unter dem Stichwort "Kloser auf Zeit" kann man den Schwestern und Brüdern bei ihrer täglichen Arbeit helfen und erhält dafür freie Logis. Es gibt natürlich auch Gästezimmer und Seminarräume, die gebucht werden können. Informationen findet ihr im Internet unter www.malche.net.

Die Malche in Bad Freienwalde

Das Gästehaus der Malche steht inmitten eines parkartigen Gartens - hier kommt man zur Ruhe und kann entspannen.

Die kleine Kapelle ist auch für Besucher geöffnet.

Man läuft unweigerlich an der Malche vorbei, wenn man kurz den Turmwanderweg verlässt und an der Straße entlang ein kleines Stückchen Richtung Falkenberg läuft. Nach wenigen Schritten ist der Straßenlärm einer friedlichen Stille gewichen. 
Die kleine Kapelle ist geöffnet und lädt zum Verweilen ein, eine alte Villa, eine Ferienwohnung und etliche Wirtschaftsgebäude fügen sich gut in die begrünte Landschaft ein. Ein wundervolles Fleckchen Erde unweit des Bismarckturms.


Übrigens führt ein steiler Wanderweg mit etlichen Stufen, die nur durch Holzbalken stabilisiert werden zum Turm hoch, den man erst auf den letzten Metern geschützt im dichten Geäst wahrnimmt.


Der Bismarckturm auf einen Blick:

Höhe: 28 Meter
Baujahr: 1895
Öffnungszeiten: April-Oktober Freitag-Sonntag, Feiertag 10-17 Uhr
Lage: Zwischen Bad Freienwalde und Falkenberg
Eintrittspreis: 2 EUR (ermäßigt 1 EUR)
Turm-Diplom-Ticket: 6 EUR (ermäßigt 3 EUR)

Informationen unter: www.bad-freienwalde.de/turm-diplom

Bismarckturm in Bad Freienwalde

Aussicht vom Bismarckturm

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