Sonntag, 26. August 2018

Yucatán Mietwagen-Rundreise [Live Update Teil 2]

Unsere zweite Woche in Mexiko ging gefühlt um einiges schneller vorüber als die erste Woche. Das kann auch daran liegen, dass wir häufiger die Hotels gewechselt haben. Aktuell sind wir in Tulum und können euch Tulum leider nicht empfehlen. Die Braunalgen werden hier haufenweise an den Strand getrieben. Auf dem Meer treiben Algenteppiche, die sich an der Küste ablagern und nach fauligen Eiern stinken. Die Mitarbeiter der Hotels karren die Algen unermütlich weg. Ins Wasser kann man aktuell trotzdem nicht. Das Wasser ist einfach nur eine braune Algenbrühe. Nichts mit Badeurlaub, nichts mit kilometerlangen weißen Sandstränden und türkisblauem Wasser.




Das eigentliche Ärgernis ist, dass die Reiseveranstalter das Problem herunterspielen und nicht ausreichend über die aktuelle Lage aufklären. Es ist seit Monaten bekannt, dass wieder die Küste Yucatáns von der Algenpest betroffen sein wird, da die Algen per Satellit verfolgt werden. Das Algenproblem ist auch nicht neu, sondern besteht schon seit 2011. Gute Reiseveranstalter müssten das wissen und die Kunden informieren. Wir wurden leider nicht informiert und versuchen aktuell noch das Hotel (und somit den Küstenabschnitt) zu wechseln. Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich im nächsten Update darüber berichten. Es wird auch einen ausführlichen Bericht über die Braunalgen geben.

Braunalgen am Strand von Tulum

Hotelmitarbeiter kommen nicht gegen die Algenpest an.



Außerdem ist Tulum völlig überbewertet und überlaufen. Zudem ist das Preisniveau hier viel höher als anderswo auf der Halbinsel. Wir haben trotzdem einen guten Taco-Laden gefunden. La Eufemia hat kaltes Bier sowie eine gute und günstige Auswahl an Tacos. Die Bar besteht aus alten Autoteilen und sticht daher hervor. 

So aber nun von vorne angefangen: Am Montag haben wir uns die verlassene Hacienda Yaxcopoil südlich von Merida angeschaut. Wer ein Fan von lost places ist, wird gern die anstrengende Autofahrt auf sich nehmen, um sich diesen Ort anzuschauen. Die Straßen südlich von Merida sind sehr schlecht, mega tiefe Schlaglöcher, gefolgt von Sandpisten. Es wechseln sich ärmliche Dörfer mit heruntergekommenen Katen mit restaurierten Haciendas ab, die als Luxusherberge oder Sternehotel eine neue Funktion gefunden haben. Ein krasser, seltsamer Kontrast.

Hacienda Yaxcopoil


Bevor wir dann weiter nach Campeche an den Golf von Mexiko gefahren sind, waren wir noch in Uxmal. Mir hat diese Augrabungsstätte gut gefallen, da sie nicht so voll wie Chichén Itza war und man auf einige Bauwerke, u.a. auf eine Pyramide, klettern konnte und einen guten Überblick hatte. In Campeche haben wir aufgrund des starken Regens nicht viel von der Stadt gesehen. Wir waren essen und haben Geld gewechselt. Wobei wir lange auf der Suche nach einer Bank waren, die Geld wechselt. 

Ausgrabungsstätte Uxmal

Uxmal

Nach Campeche sind wir in den Süden Yucatáns, genauer gesagt in den Dschungl von Calakmul, gefahren. Auf der langen Strecke gibt es kaum Tankstellen, daher haben wir am Vortag noch mal ordentlich vollgetankt. Auch soll diese Region dafür bekannt sein, dass sogar Touristen von der Polizei gestoppt werden, und diese ihr mageres Gehalt mit mordida (Bestechung) aufbessern. Das können wir nicht bestätigen, wir wurden nicht angehalten. Außerdem war die Straße gut in Schuss. Wir haben in Calakmul im Dschungl in einer Hütte geschlafen. Wir haben selten so gut geschlafen und waren so erholt. Die Hütte hat keine Fenster, nur Moskitonetze. Ich werde ausführlich übers Hotel berichten. Es war toll. :) Das Ausruhen brauchten wir auch für die 60 km Schlaglochpiste zur Ausgrabungsstätte Calakmul. Der Weg, für den man auch noch Maut zahlen muss, ist ein Horror. Für die 60 km haben wir fast 2 Stunden gebraucht. Dafür ist die Ausgrabungsstätte fast menschenleer, wer kommt da auch schon hin. Das Areal ist riesig und man kann auf 2 hohe Pyramiden klettern und hat einen fantastischen Blick über den Dschungl. Leider mussten wir zum Auto rennen, da schlagartig ein Gewitterregen einsetzte.

Calakmul

Blick auf den Dschungl

Ich nach dem Aufstieg auf eine der 40m hohen Pyramiden - in der Mittagshitze
Unsere Hütte im Hotel Puerta Calakmul

Trocken schafften wir es nicht mehr zum Auto, aber auf der Fahrt zur Laguna Bacalar sind wir wieder getrocknet. Das ist echt ein toller Ort. Die Lagune ist ein ca. 50km langer See, der in 7 verschiedenen Farben leuchtet und ein echter Geheimtipp. Hier konnten wir im Gegensatz zu Tulum richtig toll baden. Das Hotel war super, das Essen gut und günstig (im Verhältnis zu Tulum). Darüber werde ich auch ausführlich berichten. 




Das wars erst einmal mit dem Update. Zu den einzelnen Themen, wie Braunalgen, Autofahren auf der Yucatán Halbinsel und zu den besuchten Orten, folgen Beiträge, wenn wir wieder in Leipzig sind. Bis dahin, liebe Grüße aus Mexiko.

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