Sonntag, 16. Juni 2019

10 Lieblingsorte auf La Gomera und 3 Orte, die du lieber meiden solltest

La Gomera, als zweitkleinste Insel der Kanaren, stand lange Zeit nicht im Fokus der großen Pauschalreise- und Kreuzfahrtanbieter. Nun hat sich dies geändert und die Insel wird stoßartig von Reisebussen überflutet, die sich auf den Weg zu den wenigen Hotspots der Insel machen. Welche das sind und warum ich sie lieber meiden würde, erkläre ich in diesem Beitrag. Trotzdem ist La Gomera ein Paradies für Naturfreunde und Wanderbegeisterte. Außerdem macht es auf keinem anderen Ort der Welt so viel Spaß von Mirador zu Mirador zu fahren - wie auf den Kanarischen Inseln im Atlantik. Dabei sind oft kleine, auf dem ersten Blick unscheinbar anmutende Orte viel schöner als die Top 10 aus dem Reiseführer. Daher stelle ich dir in diesem Reisebericht meine Lieblingsorte auf La Gomera vor - abseits der eingelatschten Touristenpfade.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf La Gomera
Blick ins Hermigua Tal auf La Gomera - mit Teneriffa im Hintergrund


La Gomera hat ungefähr 50 Schluchten und ist mit El Hierro, die am wenigsten touristisch erschlossene Insel des kanarischen Archipels. Als die spanischen Erorberer Teneriffa noch nicht vollständig in ihre Gewalt gebracht hatten, machten die Seefahrer im 16. Jahrhundert auf ihrem Weg in die Neue Welt Halt auf La Gomera, um Wasser und Proviant für die Überfahrt aufzufüllen. Sogar Kolumbus stoppte hier 1492 auf seiner Fahrt nach Amerika. Im 18. bis 20. Jahrhundert wanderten viele Kanarier nach Mittel- und Südamerika aus, um ihr Glück bspw. an der Laguna de Bacalar (Mexiko), aber auch in Venezuela und Kuba zu finden. Erst ab 1960 löste der Tourismus die Agrarwirtschaft als Haupteinnahmequelle ab. Zuvor wechselten sich Monokulturen, wie Zuckerrohr, Wein und Bananen, auf der Insel ab. Nach Aufgabe einer Monokultur kam es zu einer großen Auswanderungswelle. 1986 trat Spanien, und somit auch die Kanaren, der Europäischen Union bei. Nun erhalten die Kanaren EU-Fördermittel. 2012 zerstörte ein Waldbrand große Teile von La Gomeras Wald. Das Ausmaß ist heute noch vielerorts zu erkennen. Seit einigen Jahren steuern auch Kreuzfahrtschiffe La Gomera an. Heute leben nur noch circa 18.000 Einwohner auf La Gomera, es waren mal über 30.000, und die Insel ist trotzdem von hoher Arbeitslosigkeit betroffen.

La Gomera - Die Idylle trügt - Tagesausflügler von Kreuzfahrtschiffen werden in Scharen über die kleine Insel gekarrt.

1. Nationalpark Garajonay - Kanarischer Nebelwald und Wanderung zum Gipfel des Alto de Garajonay


Der 12 Kilometer lange Rundweg zum Gipfel des Alto de Garajonay (1487 m) ist eine beliebte Wanderroute und die Gipfelplattform lädt zum Ausruhen und Picknicken ein. Dort wurde in der Mitte die heilige Opferstätte der Guanchen nachempfunden. Wo heute Touristen ihre belegten Brote essen, wurden früher Ziegen geopfert. Vom Gipfel aus verzweigen etliche Wanderwege, die ganzjährig grün sind - trotz der Spuren des letzten verheerenden Wandbrandes.

Ein paar Kilometer weiter, in nordwestlicher Richtung, startet eine kurze und landschaftlich schöne Rundwanderung ab dem Parkplatz Raso de la Bruma zum Cañada de Jorge durch den berühmten kanarischen Nebelwald. Auf der gesamten Strecke läuft man durch einen dichten Lorbeerwald. Bei Glück, was in diesem Fall kühles regnerisches Wetter heißt, verhüllt der Passatnebel den Kanarischen Urwald zu einem mystischen Lorbeerwald. Die 3,2 km lange Wanderung dauert circa eine Stunde. Die Strecke hat ein Höhengefälle, zählt aber noch zu den einfachen Routen.

Ausführliche Informationen zu Ausflügen und Wanderungen in den Parque Nacional de Garajonay findet ihr in meinem zweiten La Gomera Reisebericht: Vier leichte Ausflüge in den Nationalpark Garajonay

Wandern im Nationalpark Garajonay auf La Gomera
Blick in den kanarischen Nebelwald auf La Gomera

2. Wandern und Entspannen im Hermigua Tal


Das Bergdorf Hermigua im Norden La Gomeras ist eine Streusiedlung mit der größten und wasserreichsten Schlucht auf der Insel. Der Cedro-Bach und der Nordostpassatwind machen das Tal fruchtbar und sorgen für ein mildes Klima. Wegen der knappen Anbauflächen sieht man an den Hängen kleine Bananenplantagen in Terrassenform. Ein kurzer Spaziergang dazwischen bietet sich geradezu an. Für längere Wanderungen empfehle ich die Fahrt zum Mirador San Juan. Zunächst hat man von dort aus einen wunderschönen Ausblick aufs Tal und es ist auch der Ausgangspunkt für mehrere längere Wanderungen.

Weitere interessante Aussichtspunkte in Hermigua sind: Der Mirador Cruz del Viento Die steile Anfahrt wird durch einen wunderschönen Ausblick und einem netten Grillplatz entschädigt. Vom Mirador de La Punta (auf der GM-1, km 21) hat man einen perfekten Ausblick auf den schwarzen Lavasandstrand Playa de Santa Catalina und die Betonpfeiler der ehemaligen Bananenverladestation am Ende der Küstenstraße.


Im Hermigua Tal: Der Mirador San Juan bietet eine tolle Aussicht aufs Meer und ist der Ausgangspunkt für Wanderungen in den Bergen La Gomeras.
 

3. Playa de Santa Catalina - Die Kraft des Atlantiks spüren


Obwohl am Playa de Santa Catalina die Brandung zu stark ist, um im Atlantik zu baden, lohnt sich eine Wanderung zum Strand. Im Sommer kann das Meeresschwimmbecken Piscina Natural El Pescante genutzt werden. Im Winter ist die Brandung zu gefährlich. Dort sind auch die Überreste der ehemaligen Hafenmole, die 1890 erbaut und 1907 vergrößert wurden, zu sehen. Auf Säulen war ein Kran montiert, der u.a. die geernteten Bananen auf Schiffe verlud. Dies war erforderlich, weil die Schiffe aufgrund der unruhigen See nicht an Land anlegen konnten. Der Kran wurde nach dem Ausbau der Nordstraße GM-1 und dem Bau des Hafens in San Sébastian überflüssig und 1957 außer Betrieb genommen.

In meinem ausführlichen Blogbeitrag zum Hermigua-Tal auf La Gomera findest du weitere Informationen, nützliche Tipps, bspw. zum Einkaufen, und natürlich schöne Fotos von der atemberaubenden Landschaft.

Stürmische See am Strand Santa Catalinas bei Hermigua auf La Gomera
Am Playa de Santa Catalina befinden sich die Überreste des Bananen Verlade-Krans und bieten einen imposanten Eindruck in die jüngere Inselgeschichte La Gomeras.

4. Das Valle Gran Rey - Badeurlaub mit Hippie-Flair und Sonnengarantie


Bei einem Aufenthalt auf La Gomera darf ein Ausflug ins Valle Gran Rey nicht fehlen, wenn man nicht ohnehin dort schon Quartier bezogen hat. Der Ort ist bei Touristen äußerst geliebt und eignet sich bestens, für einen Badeurlaub mit Hippie-Flair. Im Valle gibt es die besten Badestrände. Denn nicht jeder Strand auf der Insel eignet sich aufgrund der starken Strömung zum Schwimmen. Für Kinder eignet sich besonders der flache und durch Felsen geschützte Playa Charco del Conde (Baby Beach). Im Februar spazierten wir abends bei milden 23°C die Uferpromenade bis zum Hafen entlang und erblickten sogar einige Wohnmobile mit deutschem Kennzeichen. Am Strand verdienen sich unaufdringliche Straßenmusiker  und -verkäufer ein kleines Zubrot. Es gibt zahlreiche Cafés, Kioske und Restautants (Paella im Restaurant gegenüber Baby Beach 10,50 EUR), die auf vegetarische und vegane Gäste eingestellt sind sowie Boutiquen, die Kreamik, Hippie-Kleidung und Lava-Schmuck, der leider nicht von den Kanaren stammt, verkaufen. Wer einen gut sortierten Spar, glutenfreies Brot, geführte Wandertouren oder klassische Souvenirs und deutsche Zeitschriften (z.B. "Der Valle Bote") sucht, wird im Valle Gran Rey fündig.

Die Abendstimmung im Valle Gran Rey ist der ideale Zeitpunkt für einen langen Spaziergang entlang der Uferpromende.
 
Dem König Hupalupa hat das Tal des großen Königs seinen Namen zu verdanken. Der Guanche leistete gegenüber den Spaniern heftigen Widerstand - weshalb die Insel auch langsamer als andere unterworfen wurde.

 

5. Mirador Cesar Manrique - Symbiose zwischen Architektur und Natur


Vom Mirador Cesar Manrique aus erhält man einen grandiosen ersten Eindruck vom Valle Gran Rey. Der Ausblick führt steil ins Tal und ist ganz im Sinne von Cesar Manriques gestaltet. Der Architekt, der von der Kanareninsel Lanzarote stammt und sich für nachhaltigen und grünen Tourismus eingesetzt hat, schenkte jeder Kanareninsel ein Werk. Auf La Gomera ist dies der kleine, aber prachtvoll beplanzte Garten Eden. Eine Kurve weiter befindet sich bereits der nächste Aussichtspunkt. Der Mirador de la Curva del Queso hat eine Glasfront und gibt die Sicht ins Tal bis auf den Atlantik frei.

Über Cesar Manrique habe ich auch in dem Beitrag über meine Lieblingsorte auf Lanzarote berichtet.

Blick vom Mirador Cesar Manrique ins Valle Gran Rey

Der Mirador Cesar Manrique war ein Geschenk von dem Architekten Manrique, dessen Hauptwerke auf Lanzarote zu finden sind.

 

6. San Sebastián de La Gomera - Wo einst Christoph Kolumbus logiert hat


In San Sebastián de La Gomera ist es schwer an Kolumbus' Spuren vorbeizukommen, wenn selbst die Kanaldeckel die Inschrift "De aquí partió Colón" (Von hier aus brach Kolumbus auf) tragen. Die kleine Inselhauptstadt ist das Zentrum der Insel. Hier gibt es den Hafen, die meisten Cafés, Bars, Restaurants und den größten Supermarkt der Insel. Die meisten Touristen lernen sie direkt am Anfang ihrer Reise kennen, da hier die Autofähren anlegen. Was viele jedoch nicht wissen: Dieser Hafen war 1492 eine wichtige Station für Christoph Kolumbus auf seinem Weg nach Amerika. Daher ziert im Innenhof des Museums der Brunnen die Inschrift "Mit diesem Wasser wurde Amerika getauft.".

Meinen ausführlichen Reisebericht zur San Sebastián de La Gomera findest du hier.

Das Christoph Kolumbus Museum in San Sebastián de La Gomera

In San Sebastián de La Gomera ist Christoph Kolumbus allgegenwärtig.

7. Der Strand "Playa de San Marcos" - Wenn bereits die Anfahrt Nervenkitzel verspricht


Der kleine Ort Agulo liegt zwischen Hermigua und Vallehermoso im Norden der Insel. Nordwestlich vom Dorf gelegen ist der Strand "Playa de San Marcos". Bereits die Anfahrt ist nichts für schwache Nerven, da die schmale Stichstraße ein Gefälle von 20% hat. Teilweise gibt es gottseidank eine Leitplanke. In der Bucht gibt es einen Strand und die kleine Kapelle "Ermita de San Marcos". Es gibt einen Grillplatz mit Tischen und Bänken am Strand. In der Bucht schlagen die Wellen hoch über die Steine, die die Brandung bremsen sollen. Baden gehen war nicht möglich. Aber zahlreiche Krebse sonnen sich auf den heißen Steinen und kommen und gehen mit den Wellen. Fazit: Schön für einen Ausflug, wenn man am Wochenende in exponierter Stelle wie die Einheimischen Grillen möchte. Die Anfahrt ist allerdings nur für geübte Fahrer zu empfehlen.

Vom Parkplatz bei der Kapelle führt ein kleiner Weg zum tosenden Ozean.

8. Die geheimnisvolle Quelle Chorros de Epina


Ganz in der Nähe der beschriebenen Nebelwaldwanderung zum Cañada de Jorge (s. Punkt 1) befindet sich die Quelle Chorros de Epina. Vom Parkplatz vor dem gleichnamigen Restaurant führt zunächst ein Steinweg zu einer kleinen Kapelle und von dort aus gibt es eine Treppe zu dieser geheimnissvollen Quelle. Einer alten Legende nach werden Frauen noch vor Ablauf eines Jahres heiraten, wenn sie in einer festgelegten Reihenfolge aus den Rohren der Quelle trinken. Sollte ihnen dabei allerdings ein Fehler unterlaufen, werden die zu Hexen. Im Anschluss bietet sich ein Besuch im Restaurant an. Wir können die regionale Brunnenkresse Suppe sehr empfehlen. Nähere Informationen zu dieser sagenumwobenen Stätte findet ihr hier.

 
Bei der Quelle Chorros de Epina kommt es auf die Reihenfolge an, ob du heiratest oder eine Hexe wirst.

 

9. Vallehermoso - Ein Dorf im Dornröschenschlaf


Kurz vor dem Ortseingang befindet sich der Mirador Amendrillo und bietet eine schöne Aussicht auf das verschlafene  Bergdörfchen. Kaum zu glauben: Vallehermoso ist nach der Inselhauptstadt der zweitwichtigste Ort auf La Gomera. Das Gebiet um Vallehermoso ist fruchtbar, da es ausreichend Wasser gibt, und wird landwirtschaftlich für Obst- und Gemüseanbau genutzt.
Als wir einen kurzen Spaziergang durch den Ort unternahmen, besichtigten wir die kleine Kirche Iglesia San Juan Bautista. Sicherlich lag es nicht nur an den Samstagnachmittag, dass in Vallehermoso, übersetzt das "schöne Tal", so wenig los war. Am belebtesten ging es noch im Café Central auf dem Plaza de la Constitución zu. Einheimische und Wandertouristen saßen bunt gemischt nebeneinander und tranken einen Kaffee oder aßen ein Sandwich. Der Ort hat zwei kleine Supermärkte, die auch sonntags geöffnet haben, eine Tankstelle, eine Bank, eine Postfiliale, die bereits um 11.30 Uhr schließt, weitere Kioskos, die aber geschlossen waren und einfache Unterkünfte für Touristen.
Auf unserem Rückweg stoppten wir am Mirador de Vallehermoso auf 1070 Höhenmetern und blickten auf den Ort und dem Roque Cano im Hintergrund. Um die Aussicht zu genießen, es gibt sogar eine Bank zum Verweilen, lohnt sich ein kurzer Halt.

Vom Mirador Amendrillo hat man eine tolle Aussicht auf Vallehermoso.

Die Kirche Iglesia San Juan Bautista in Vallehermsoso.
Mirador de Vallehermoso

10. Mirador de Alojera - Ein Platz für Verliebte


Bei Sonnenuntergang, wenn die blutrote Sonne ins Meer fällt, sind die Aussichtspunkte, Miradore genannt, sehr romantisch. Vom Mirador de Alojera aus kann man, bei wenig Wolkendecke, bis zu den beiden Nachbarinseln La Palma (rechts) und El Hierro (links) sehen. Die Fayal-Brezal Gewächse, eine Mischung aus Galgenbaum unf Baumheide, rahmen die Fotokulisse ein.

Mirador de Alojera - Blick auf La Palma

Am Mirador de Alojera wachsen Fayal-Brezal-Büsche.

 

3 Orte auf La Gomera, die überbewertet sind:

 

1. Lagune Grande - nur eine Wiese mit Ausflugslokal


Die Laguna Grande ist im Grunde nur eine weitläufige Lichtung mit einem Spiel- und Grillplatz. Es gibt einen kurzen Rundwanderweg durch einen dichten (Nebel-) wald, der mit Infotafeln zu Pflanzen und zur Region versehen ist. Im Restaurant gibt es den für die gomerischen Berge typischen Brunnenkresse-Eintopf (4,60 EUR; span: Berros de aqua).
Berühmt ist die Laguna Grande für die zahlreichen Legenden, die sich um die Lichtung ranken. So sollen sich Wanderer hier auch tagsüber verlaufen und abends gehört der Platz den Hexen der Insel. Es wird vermutete, dass die Ureinwohner an dieser Stelle ihren Göttern Opfer dargeboten haben. Geologisch gesehen ist die Laguna Grande ein Vulkankrater, der fast vollständig zugeschwemmt ist. 
Auf dem Parkplatz bei der Lagune haben wir wegen Überfüllung keinen Parkplatz bekommen und mussten unser Auto bei einem Mirador abstellen. An der Hauptstraße gibt es Parkplätze für große Reisebusse, die Kreuzfahrttouristen in Scharen zur Lagune karren. 

Leider ein  Ort, der sein Flair verloren hat!


Die Lagune Grande auf La Gomera

2. Mirador de Abrante - sehr touristisch und überlaufen


Bereits auf dem Hinweg zum Aussichtspunkt mussten wir für die großen Reisebusse ausweichen und einen halben Kilometer auf der einspurigen Straße rückwärts fahren. Als wir am frühen Nachmittag ankamen, war der Parkplatz voll mit Kleinbussen und Mietwagen. Neben dem eigentlichen Mirador gibt es in dem kleinen Garten zwei Balkone mit Glasfront. Der Ort ist nur die paar Minuten zwischen zwei großen Reisebussen idyllisch. Um Fotos auf dem Skywalk zu machen, muss man anstehen und warten bis die Poser und Poserinnen ihr perfektes Instagramfoto im Kasten, ähm im Iphone haben. Übrigens ist die Aussicht auch nicht so atemberaubend, wie man geneigt ist zu glauben. Auf 610 Höhenmetern hat man eine Aussicht auf den Ort Agulo. Der Skywalk mit Glasboden ist 7 Meter lang und schwebt über der Felskante.

Am Mirador ist eine Ausflugsgaststätte angeschlossen, die voll auf die Bustouristen eingestellt ist und dafür im Akkord Tische ab- und wieder neu eindeckt. Das Geschirrklappern, die Animation und die surrenden Aggreate sind nur ein Teil der lauten Geräuschkulisse.
Hinter dem Hauptgebäude führt ein kleiner Pfad zu der Abbruchkante - von dort aus hat man auch einen schönen Ausblick auf das Dörfchen Agulo und das Meer. Es gibt sogar einen Wanderweg nach Agulo, der nur 1,8 km beträgt. Da der Mirador de Abrante auf 750 Höhenmetern liegt, muss dieser Weg sehr, sehr steil sein. Auffällig ist übrigens der rote Sand, den man in dieser Gegend überall findet.

Leider ein typischer Instagram-Fotospot!


Für große Reisebusse sind die schmalen Straßen auf La Gomera nicht ausgelegt worden.

Mirador de Abrante

Spektakuläre Aussicht mit Nervenkitzel oder überlaufender Touristen-Hotspot für Instagrambilder?

3. Der kleine Weiler El Cedro


Der kleine Weiler El Cedro wurde im Reiseführer als wichtiger Ausgangspunkt in den dschungelartigen Wald mit Wasserfällen beschrieben. Also fuhren wir auf der engen und nach einem Regen rutschige Straße bis zum Restaurant La Vista mit dem gleichnamigen Campingplatz. Der kleine Ort liegt an der Nordgrenze des Nationalparks. Nicht so schön war, dass man durch das Lokal laufen muss, um zum Wanderweg zu gelangen: Es steht ein großes "Durchgang verboten"-Schild auf der anderen Seite. Von weitem sahen wir den Wasserfall ein wenig. Dieser führte sehr wenig Wasser und war nur von einem Aussichtspunkt in der mittelbaren Nähe zu betrachten. Der kurze Weg dorthin war sehr steil und der dichte Wald versperrete die meiste Zeit die Aussicht.

Es gibt viele schönere Ort auf La Gomera! Dieser ist die beschwerliche Anfahrt nicht wert.


Warst du schon einmal auf La Gomera? 
Wenn ja, was sind deine Lieblingsorte auf der Kanareninsel? 
Wenn nein, was willst du dir auf alle Fälle ansehen?

Kommentare:

  1. Nach La Gomera wollen wir auch in den nächsten Jahren. Vielen Dank für die vielen Tipps!

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    1. Gerne! Wenn ihr nach La Gomera wollt, ist auch mein Blogbeitrag bzgl. der Anreise interessant: https://www.namida-magazin.de/2019/05/la-gomera-anreise-ueber-teneriffa-mit-faehre.html

      Liebe Grüße
      Myriam

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