Sonntag, 5. März 2017

Meine große Irland Zusammenfassung*

Da ich weitesgehend alles was ich in meinen 3 Monaten Irland erlebt habe, verbloggt habe, ist es nun an der Zeit eine große Zusammenfassung zu schreiben. Meine Lieblingsfotos habe ich übrigens auch in einem Fotobuch* festgehalten, denn ich will in der digitalen Zeit auch noch analoge Erinnerungen haben. 

Als Titelfoto meines Fotobuches habe ich einen Screenshot meiner Instagram Fotos gewählt


Wie ihr bereits wisst, habe ich nach meinem Bachelorabschluss meinen Job gekündigt und bin für 3 Monate nach Irland gegangen, um das Land zu bereisen und meine Englischkenntnisse aufzufrischen. Ausführlich habe ich in dem Beitrag Goodbye Germany and Hello Ireland! meine Beweggründe und Gedanken aufgeschrieben.

Im August bin ich 29 Jahre alt geworden, damit bin ich zwar noch lange nicht alt, aber ich habe ein Alter erreicht, wo man im besten Fall schon ein bisschen Geld sparen konnte, um seine Träume verwirklichen zu können. Außerdem bin ich der Meinung, dass man nicht ständig denken sollte, dass man alles auf später verschieben kann. Irgendwann ist der Punkt gekommen, wo man es sowieso nicht mehr macht.

Als ich in Dublin ankam, war ich auf dem Weg zur Gastfamilie recht nervös, da ich mich eigentlich ein bisschen zu alt für eine Gastfamilie gefühlt habe. Aber als ich in der Sprachschule Freundinnen kennengelernt habe, die Mitte 40 waren und auch in einer Gastfamilie gelebt haben, fand ich das nicht mehr komisch. Gastfamilien sind eben die günstigsten Alternativen, wenn man eine gute Familie erwischt. Meine Gastfamilie war super. Sie bestand aus den Eltern, der 16-jährigen Tochter, dem Sohn, der aufs College geht und 2 Hunden. Zu Spitzenzeiten waren wir 4 Gastschüler - ein Spanier und drei Deutsche. Mit den deutschen Mädels habe ich noch heute Kontakt. Henriette ist sogar bereit einen Gastbeitrag über ihr Work&Travel in Neuseeland zu schreiben. 

Sharon, die Gastmutter, hat uns nach dem Dinner oft Geschichten von anderen Gastschülern erzählt. Bei ihr war schon die ganze Welt zu Gast und sie hat daher ein klares Bild davon, welche Nationalität in ihren Haushalt passt und wo die kulturellen Differenzen einfach zu groß sind. Und welche Nationalitäten zusammenpassen und welche lieber nicht. Als ich mein Praktikum abgebrochen habe, wusste sie auch gleich eine Geschichte von einer anderen deutschen Gastschülerin zu berichten, die auch ihr Praktikum geschmissen hat. Nach 2 Monaten Dublin habe ich eine Zwischenbilanz gezogen.

Also machte ich kurzen Prozess und beendete mein Praktikum. Wahrscheinlich war es von Anfang an eine Schnapsidee in  Dublin ein Internship zu machen. Das bedeutet immer ein unbezahltes Praktikum. Generell sind Praktika nach dem Uniabschluss schon schwierig und dann noch unbezahlt. Wäre das Praktikum gut gewesen und ich hätte etwas gelernt, hätte ich es in jedem job interview verteidigen können, aber so.

Im Nachhinein war es die beste Entscheidung wieder zur Sprachschule zu gehen und das Angebot von Sweny's Pharmacy anzunehmen und dort als Freiwillige zu arbeiten. Nach den 3 Monaten in Irland habe ich meine Sprachkenntnisse, die zwischenzeitlich auf A2-Niveau gerutscht waren, auf B2+ verbessert. Jetzt arbeite ich an der Stufe C1. Aber ich habe auch viel über andere Nationen gelernt, denn Dublin ist ein Schmelztiegel der Kulturen. 

Klassenfoto mit meinem B2 Kurs


In meinen Bewerbungsanschreiben heißt es "vertiefte meine interkulturellen Kompetenzen". Was vielleicht ein bisschen steif klingt, kann ich ganz einfach mit Leben füllen: Deutsche, Österreicher und Schweizer sind relativ ähnlich und besprechen Probleme tendenziell im Alter von Mitte bis Ende 20 mit ihren besten Freunden. Für Südamerikaner, die bis sie heiraten meistens noch im Elternhaus leben, ein Ding der Unmöglichkeit. Probleme besprechen sie fast immer mit den Eltern. Klingt ein "Bingo-Abend im Pub" im deutschsprachigen Raum eher nach "alter Damen Runde" so war das mit meinen Freunden aus Mexiko, Brasilien, Chile, Spanien und Südkorea ein Highlight. Obwohl meine Freunde aus Lateinamerika noch zu Hause gewohnt haben, konnten sie besser kochen als viele Deutsche, die nach dem Abi gleich in die eigene Studentenbude ziehen. 
Überfordert hat mich, dass die Lateinamerikaner, Spanier und Franzosen mit Händen und Füßen kommunizieren und dich ständig anfassen und mit bis zu 4 Küsschen begrüßen. Meine Freundin aus Chile hat mir ständig beim Plaudern auf den Schenkel gefasst, weil das für sie total normal ist. Eine spanische Freundin hat mich immer am Arm festgehalten, wenn wir uns unterhalten haben. 
Am schlimmsten ist aber "die genetisch bedingte Pünktlichkeit der Deutschen", die ich auch im Blut habe. Ich konnte erst losfahren, wenn wir uns eigentlich schon treffen wollten und war trotzdem mit Abstand immer als erste da. Einmal musste ich 2 Stunden auf 2 Freundinnen aus Mexiko und Spanien warten. Sie fanden das übrigens nicht schlimm. In Deutschland wird man schon schief angeschaut, wenn man mal 5 Minuten zu spät zu privaten Treffen kommt. 

Ins Fotobuch haben es auch viele Gruppenfotos mit meinen Freundinnen geschafft, so wie hier mit den französischen Mädels aus der Sprachschule


Die Iren sind aber auch  nicht für ihre Pünklichkeit bekannt und gehen auch mal mit Jogginghose auf die Straße - da wird man, anders als in Deutschland, auch nicht schief angeschaut. Also die kulturellen Unterschiede gibt es definitiv und es gut sie zu kennen und zu verstehen, dass der "deutsche Weg" nicht immer der beste oder einzige ist und dass man diese Unterschiede einfach kennen muss, wenn man viel im Ausland unterwegs ist oder mit ausländischen Kunden zu tun hat - was ich ja definitiv will.
Über die Unterschiede allein schon zwischen Deutschland und Irland habe ich diesen Artikel verfasst: Mein Dezember in Dublin und Unterschiede zwischen Irland und Deutschland

In meinen letzten Nächten in Dublin habe ich von deutschem Vollkornbrot geträumt - natürlich mit Käse. Ich wusste bis dato nicht, dass man deutsches Brot so sehr vermissen kann. Nicht dass es in Dublin kein gesundes Essen gäbe, aber in meiner Gastfamilie war es eben üblich helles Toastbrot zu essen.

Von der herrlichen Landschaft Irlands habe ich auch sehr viel gesehen, so war ich im Westen, Süden, Osten und Norden der Insel.


Und wer jetzt auch Lust auf Dublin oder Irland im Allgemeinen bekommen hat, der bekommt hier meine Anfänger-Tipps


 
Wie du siehst, habe ich in meinen 3 Monaten viel erlebt und gelernt. Ich habe weit über 2000 Fotos gemacht und da ist es sehr schwer die alle meiner Familie und meinen Freunden zu zeigen. Vorallem ist es immer schwierig meinen Laptop mit ins Café zu nehmen oder in den Park. Daher fand ich die Facebook Werbeanzeige der Firma Saal-Digital für ein Fotobuch interessant: Wer einen Blog oder Social Media Account hat, erhält einen 40 EUR Gutschein und kann sich sein eigenes Fotobuch erstellen. Und da meine Schwester eh schon vor Wochen vorgeschlagen hat, dass ich doch mal ein schönes Fotobuch machen solle, um "was analoges" zu haben, war das die passende Gelegenheit.

Nach dem Zusenden des Codes, musst du diesen aktivieren und hast dann 2 Wochen Zeit dir dein Fotobuch zu erstellen. Dafür lädst du dir eine Software auf deinen PC, über diese bestellst du am Ende auch dein Fotobuch. Am Anfang hat mich die viele Arbeit abgeschreckt, da es aufwendig ist 30 Seiten zu gestalten und man einen Nachmittag dafür braucht. Das Ergebnis lässt sich aber sehen. Ich habe Vorlagen genutzt, die aber nur die Position der Fotos vorgaben. Die Positionen konnte ich aber echt easy verschieben, Fotos vergrößern, verkleinern und noch Text und Untertitel hinzufügen. Die Hintergründe kann man aus einer Vielzahl von Vorlagen und Schriften wählen sowie Grafiken einfügen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und die Bedienung ist kinderleicht - je nach dem wie schön und aufwendig ihr euer Fotobuch gestalten wollt, dauert es halt nur ein paar Stunden. Dafür geht die Produktion und der Versand blitzschnell. Ich habe das Fotobuch Mittwochabend fertig gestellt und Freitag war es schon im Briefkasten. Genial.

Aktuell bekommen alle Kunden einen 15 EUR Kennenlerngutschein für Fotobücher. Bei Interesse bitte hier klicken. 

* Ich durfte den Fotobuch-Service von SaalDigital kostenfrei testen.


Das Layout ist frei wählbar und die Bedienung der Software ist einfach

Kommentare:

  1. Ich war einmal ganz kurz in Irland, hauptsächlich Dublin und Cashel. Ich würde dieses Land so gerne einmal näher kennenlernen. Eine wirklich schöne Zusammenfassung!

    Herzlich,
    Anna

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    1. Dankeschön! Irland ist total toll - eine Reise dorthin lohnt sich. :) LG Myriam

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